Die Iranischen Revolutionsgarden bereiten sich vor

Iran warnt Feinde anlässlich Khamenei-Trauerfeier

Freitag, 03. Juli 2026 | 11:26 Uhr

Von: APA/dpa

Irans Streitkräfte haben vor Beginn der Trauerfeiern für den getöteten obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei ihre Feinde vor Angriffen gewarnt. “Jede Fehlkalkulation wird mit einer entschlossenen und noch härteren Antwort als je zuvor beantwortet werden. Einer Antwort, die für immer in ihrer Geschichte der Schande verzeichnet bleiben wird”, hieß es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, die iranische Medien verbreiteten.

Kurz zuvor waren in Teheran zahlreiche Staatsgäste zu den Trauerfeierlichkeiten empfangen worden. Das iranische Staatsfernsehen zeigte am Freitag unter anderem, wie Regierungsvertreter aus China, Belarus, dem Irak und Turkmenistan in der Hauptstadt Teheran landeten. Am Samstag beginnen die offiziellen Trauerfeierlichkeiten. Die Zeremonien dauern bis Montag an. Khameneis Leichnam soll dann in die Pilgerstadt Ghom und in den Irak gebracht werden, ehe er am kommenden Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad beerdigt wird. Es werden mehrere Millionen Menschen aus dem Iran und Nachbarländern erwartet.

Während der Trauerfeiern werden mehr als 65.000 Sicherheitskräfte in den Metropolen im Einsatz sein, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf den Kommandeur der Ordnungskräfte. Zur Sicherung der betroffenen Provinzen werden demnach weitere 200.000 Kräfte stationiert. Aus Sicherheitsgründen will der Iran für mehrere Tage seinen Luftraum sperren.

Aufbahrung in der Großmoschee Mosalla

Der Sarg des früheren Staatsoberhaupts wurde schon am Freitag in die Großmoschee Mosalla gebracht. Fotos zeigten Trauernde, die Khameneis mit der iranischen Flagge bedeckten Sarg in den für große Feierlichkeiten konzipierten Komplex in der Hauptstadt trugen. Dort soll der Leichnam Chameneis am Samstag öffentlich aufgebahrt werden. In der Mosalla werden die großen Freitagsgebete, offizielle Gedenkfeiern und religiöse Versammlungen abgehalten.

Khamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Irans Hauptstadt gezielt getötet worden. Mehr als fünf Wochen führten die USA und Israel daraufhin Krieg gegen den Iran, bis sich Vertreter aus Washington und Teheran Anfang April auf eine Waffenruhe einigten. Auch Dutzende iranische Generäle und einflussreiche Politiker wurden getötet.

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