Pezeshkian mit Vorwürfen gegen die USA

Irans Präsident: USA behindern Lebensmittelimporte

Sonntag, 09. August 2026 | 04:50 Uhr

Von: importer

Der Iran stellt neue Forderungen an die USA für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormuz. Die Vereinigten Staaten dürften die Islamische Republik nie wieder bedrohen, hieß es in einer von iranischen Staatsmedien veröffentlichten Erklärung des Nationalen Sicherheitsrats. Zudem müssten sie den Krieg gegen den Iran und dessen Verbündete in der Region endgültig beenden.

Der Nationale Sicherheitsrat ist das höchste Entscheidungsgremium im Land, wird von Präsident Masoud Pezeshkian geleitet und steht unter der Aufsicht des obersten Führers Mojtaba Chamenei. Als weitere Bedingung nannte der Rat, die USA müssten die Seeblockade iranischer Häfen aufheben und ihre Streitkräfte aus dem Gebiet abziehen, wie der regierungstreue Sender Press TV aus der Erklärung zitierte.

Außerdem müssten sie den Iran für Kriegsschäden vollständig entschädigen, Sanktionen aufheben und eingefrorene Vermögenswerte “bedingungslos” freigeben. Von diesen Forderungen werde der Rat nicht abweichen, hieß es weiter. Die USA müssten ihr Verhalten tatsächlich ändern.

Diesmal geht es nur um die Straße von Hormuz

Vonseiten der US-Regierung gab es zunächst keine direkte Reaktion. Die Forderungen hatte der Iran bereits früher genannt – als Bedingung für ein dauerhaftes Abkommen mit den USA, in dem es auch noch um das Atomprogramm des Irans ging. Nun werden sie zur Bedingung für ein Abkommen gemacht, das lediglich auf die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz abzielen soll.

Zuletzt hatten sowohl der Iran als auch die USA von einer absehbaren Einigung für die Wiederaufnahme des freien Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz gesprochen. Der Iran verhandelt dabei nach eigenen Angaben direkt mit dem anderen – auf der gegenüberliegenden Seite des Persischen Golfs liegenden – Anrainerstaat Oman darüber, wie Schiffspassagen in der blockierten Meerenge geregelt werden sollen. Beide Staaten hatten erklärt, eine Einigung sei nahe.

Kosten für Lebensmittel im Iran gestiegen

Unterdessen wurde bekannt, dass die Preise für Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs im Iran seit Beginn des Konflikts im Februar rasant gestiegen sind, wie Pezeshkian bei einer Pressekonferenz am Samstag sagte. Er machte die USA für Schwierigkeiten beim Import von Grundgütern verantwortlich. Ausnahmen von der US-Blockade für humanitäre Hilfe erwähnte er nicht.

Das US-Zentralkommando hatte kurz zuvor mitgeteilt, seit Beginn der aktuellen Blockade hätten die US-Streitkräfte mehr als 30 Schiffe mit Hilfsgütern für den Iran passieren lassen. 53 Schiffe seien abgewiesen, zwei außer Gefecht gesetzt und zwei weitere geentert worden.

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