Von: mk
Bozen – Bekanntlich mussten Diskotheken wie etwa der Club Max in Brixen oder der Après-Club in Gargazon vorübergehend geschlossen werden. Grund sind mehrere Gewaltvorfälle in der näheren Umgebung. Im Raum steht auch, dass beide Lokale für immer zusperren könnten. Der Südtiroler Jugendring (SJR) zeigt sich besorgt.
„Das Nachtleben und Räume der Begegnung für junge Menschen in Südtirol müssen erhalten bleiben“, so der Jungendring. Bereits in den vergangenen Jahren – nicht zuletzt infolge der Corona-Pandemie – habe sich das Freizeit- und Veranstaltungsangebot für Jugendliche vielerorts deutlich reduziert; insbesondere im Bereich des Nachtlebens. Eine weitere Einschränkung dieser Möglichkeiten hält der Südtiroler Jugendring für den falschen Weg.
„Junge Menschen brauchen Orte, an denen sie sich treffen, austauschen und gemeinsam ihre Freizeit verbringen können“, nimmt Katja Oberrauch, SJR-Vorsitzende, Stellung.
Gleichzeitig betont der Südtiroler Jugendring, dass die Vorfälle in Brixen oder Lana keinesfalls bagatellisiert werden dürften und die Gewährung der öffentlichen Sicherheit Priorität habe. Es sei jedoch kontraproduktiv, die Gesamtverantwortung den Betreiberinnen und Betreibern von Clubs zu übertragen. Durch diese zusätzlichen wirtschaftlichen Belastungen würden diese in ihrer Existenz gefährdet. „Es drohen weitere Schließungen von Jugend- und Veranstaltungsorten – mit negativen Folgen für das Freizeitangebot junger Menschen“, so der SJR.
Der Jugendring spricht sich daher für einen gemeinsamen Lösungsweg aus: Politik, Behörden, Sicherheitskräfte, Betreiberinnen und Betreiber sowie die Jugendarbeit sollten gemeinsam an Maßnahmen arbeiten, die sowohl die Sicherheit erhöhen als auch den Erhalt von Begegnungsorten für junge Menschen gewährleisten.




Aktuell sind 2 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen