Forderung der Freiheitlichen Jugend

„Leistungsbegrenzung für Führerscheinneulinge gehört gänzlich aufgehoben“

Mittwoch, 27. Oktober 2021 | 16:03 Uhr

Bozen – Der Obmann der Freiheitlichen Jugend, Oscar Fellin, begrüßt die kürzlich in Rom beschlossene Gesetzesänderung, wonach für Führerscheinneulinge im Beisein eines „Tutors“ keinerlei Leistungsbegrenzung des Fahrzeuges mehr gilt. Dieser Schritt sei jedoch nicht ausreichend: Um Familien zu entlasten und die Sicherheit junger Autofahrer zu verbessern, müsse die Leistungsbegrenzung vielmehr ganz aufgehoben werden.

„Die nun von den SVP-Kammerabgeordneten angestoßene Gesetzesänderung, wonach für Führerscheinneulinge im Beisein einer Begleitung, die seit mindestens zehn Jahren den Führerschein besitzt, keinerlei Leistungsbegrenzung des Fahrzeuges mehr gilt, wurde bereits im Jahr 2011 als Begehrensantrag im Südtiroler Landtag genehmigt. Es hat also ganze zehn Jahre gedauert, bis die Volkspartei-Vertreter in Rom in der Sache tätig geworden sind. Einen konkreten Nutzen im Alltag können wohl nur die wenigsten Führerscheinneulinge daraus ziehen“, so der Obmann der freiheitlichen Jugend, Oscar Fellin, eingangs.

„Die Leistungsbegrenzung für Führerscheinneulinge bringt Nachteile für die Fahrsicherheit, widerspricht dem Nachhaltigkeitsgedanken und stellt eine finanzielle Belastung für junge Autofahrer und deren Familien dar. Zwar ist es begrüßenswert, wenn diese Regelung nun teilweise entschärft wird, von einer Aufhebung der Leistungsbegrenzung kann jedoch nicht die Rede sein! Fahranfänger, die etwa aus beruflichen Gründen beziehungsweise aufgrund der unzureichenden Anbindung ihres Wohnortes an öffentlichen Verkehrsmitteln auf ein eigenes Auto angewiesen sind, können nicht jedes Mal auf einen Beifahrer hoffen, um das Fahrzeug ihrer Wahl – welches in den meisten Fällen nur geringfügig mehr Leistung aufweist als erlaubt – bewegen zu dürfen“, so Fellin.

„Auf Initiative der Freiheitlichen Jugend haben unsere beiden Abgeordneten im Landtag einen Begehrensantrag eingereicht, mit welchem sie die Landesregierung auffordern, in Rom zu intervenieren und die Aufhebung der Leistungsbeschränkung für Führerscheinneulinge zu verlangen. Junge Menschen und deren Familien dürfen nicht länger unnötig belastet werden und müssen endlich wieder die freie Wahl ihres Fahrzeugs haben!“, so Fellin abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "„Leistungsbegrenzung für Führerscheinneulinge gehört gänzlich aufgehoben“"


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berthu
berthu
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Diese “Schikane” gehört wahrlich weg. Meist fahren die Probanden schon in der Fahrschule mit Mittelklasse, daheim stehen meist auch solche. Warum sollte es da ein plausibles Argument sein, extra für die Probezeit einen Kleinwagen anzuschaffen? Macht rundum keinen Sinn! Nur rausgeschmissenes Geld, hat mit “Sicherheit” rein gar nichts zu tun. Eher positiv: auf das Auto der Eltern wird wahrscheinlich mehr aufgepasst, und damit Unfälle vermieden.

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

Die Realität ist noch viel schlimmer: wer sich keinen lahmen Kleinwagen leisten kann oder will, der setzt einfach ein Jahr nach der Führerscheinprüfung mit dem Fahren aus. Dass er in dieser Zeit aus der Übung kommt und danach jede Rakete fahren darf, interessiert den Gesetzgeber wohl nicht. Ich kenne etliche Jugendliche, die einfach ein Jahr lang keinen PKW fahren, bis sie dann den SUV der Eltern fahren dürfen.

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Hallo nach Südtirol,

die Freiheitlichen haben hier in vollem Umfang recht.

Dieser Unsinn Fahranfänger in schrottreife Billigblechkisten zu zwingen hat genug Blutzoll gefordert und es sind zu viele junge Menschen auf den Friedhöfen welche in modernen Fahrzeugen mit einigen Beulen und Prellungen aus einer intakten Fahrgastzelle geklettert wären.

Allein wegen dieser Tragik hätte am Folgetag dieses Unsinnsgesetz   ausfgehoben gehört, ein bald 30 Jahre alter Golf 2 schlicht zerplatzt 
an einer Betonwand.
https://www.suedtirolnews.it/chronik/petersberg-person-nach-unfall-im-auto-eingeklemmt

Ein modernes Fahrzeug hätte Fahrassistenzsysteme, ABS und so ein Zeug. Wäre es trotzdem zu einem Aufprall gekommen hätten Sicherheitszelle und Rückhaltesysteme gegriffen.

Gruss aus D

quilombo
quilombo
Superredner
1 Monat 9 Tage

wer sagt denn, daß weniger potente Autos schrottreife Kisten sind? Die jungen Leute verursachen überdurchschnittlich viel Unfälle, weil sie sich selbst überschätzen, die Gefahren unterschätzen, Situationen im Straßenverkehr nicht richtig einschätzen können und im Notfall völlig falsch reagieren.
Bis sie das nicht alles gelernt haben, sollten sie nicht die Möglichkeit haben zu rasen.
Wenn schon das Geld genügend vorhanden ist ein leistungsstarkes Auto zu kaufen, dann sollte man eine Sperre einbauen, welche die Geschwindigkeit auf 110 kmh begrenzt.

Tigre.di.montana
1 Monat 9 Tage

An dem Problem jugendlicher Raserei, gerade in Südtirol, ändert das gar nichts.
Nur strikte Kontrolle führt zu mehr Sicherheit.

quilombo
quilombo
Superredner
1 Monat 9 Tage

leistungsstärkere Autos sind in der Regel auch teurer als Kleinwagen mit weniger Kw.
Warum also junge Leute und deren Familien nicht länger finanziell belastet werden dürfen, weil sie ein billigeres Auto kaufen müssen, ist ja ein totaler Widerspruch.
Außerdem sieht man ja, daß Führerscheinneulinge ihre Fahrsicherheit erst erlernen müssen. Da ist mir lieber er fährt nicht sofort in einem Boliden der schwer zu kontrollieren ist und mit dem der Anfänger sich selbst leichter in brenzlige Situationen bringt, weil er dem Reiz das Gaspedal durchzudrücken nicht widerstehen kann.

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