FH gegen Sonderbehandlung für muslimische Kinder und Jugendliche an Schulen

Mair: „Integration verlangt Anpassung“

Dienstag, 16. April 2019 | 10:36 Uhr

Bozen – Weil die Freiheitlichen die Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht haben, wurde der Ratgeber „Muslimische Kinder und Jugendliche in der Schule” zurückgezogen. Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair stellt klar, dass ihrer Ansicht nach die Integration die Anpassung seitens der Migranten verlangt.

„Grundvoraussetzungen für die Integration sind Sprachkenntnisse, der Respekt vor unseren Werten sowie den Gesetzen und dem Rechtsstaat. Das Einräumen von Sonderrechten oder Sonderbehandlungen für eine bestimmte Religionsgemeinschaft und die Orientierung der Mehrheitsbevölkerung an deren Werten gehören nicht zur Integration“, hält die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair in einer Aussendung einleitend fest.

„Wie dennoch ein Machwerk wie die Broschüre ‚Muslimische Kinder und Jugendliche in der Schule‘ angeblich unbemerkt von den Führungskräften bis an Südtirols Schulen gelangen konnte, wird sich hoffentlich bald aufklären. Es wäre davon auszugehen, dass die Verantwortlichen im Schulamt wissen, wie Integration funktioniert, was sie verlangt und welche Maßstäbe sie setzt. Alles andere bewirkt das genaue Gegenteil und fördert die Bildung von Parallelgesellschaften“, unterstreicht Mair.

„An den Schulen muss klar kommuniziert werden, dass die Integration Anpassung seitens der Ausländer – unabhängig welcher Herkunft und Religionszugehörigkeit – verlangt. Das Erlernen der Sprache ist eine klare und unmissverständliche Forderung, der es nachzukommen gilt“, fordert die freiheitliche Landtagsabgeordnete mit Nachdruck.

„Die Autonomie der Schulen mag gut und recht sein, aber ein Mindestmaß an Kontrolle, ob die Vorgaben eingehalten werden und welche ‚Ratgeber‘ an die Schulen verteilt werden, muss gewährleistet sein. Es geht um nichts Weniger als die Zukunft unserer Kinder und deren Ausbildung. Das Schulamt täte gut daran, aus dem Skandal zu lernen und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen“, so Ulli Mair abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "Mair: „Integration verlangt Anpassung“"


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Renato1961
Renato1961
Neuling
2 Tage 21 h

Da muss ich Ulli Mair recht geben. Es gibt bei uns schon genug Parallelgesellschaften, die sich konsequent vom Rest der Gesellschaft abschotten. Das beste Beispiel sind die Schuetzen, die immer noch mit den Werten von 1810 leben.

m69
m69
Kinig
2 Tage 19 h

Reanto@

Und was machen die Alpini?

lauterruf
lauterruf
Neuling
2 Tage 18 h

m69..Renato hat recht..ich finde die Schützen und die Südtiroler sind schwerer anzupassen..Geh mal in den Ortschaften frag aml wer sich als Italiener sieht oder gut italienisch kann? Dann hast du die Antwort..Null Anpassung

reb
reb
Grünschnabel
2 Tage 21 h
Wir haben es in 100 jahren nicht geschafft ein harmonisches zusammenleben zwischen italienischsprachigen und deutschsprachigen bürgern in südtirol herzustellen… selbst da herrscht immer noch teils neid, hass und verachtung gegenüber dem „anderen“! Und das bei zwei ex nachbarländer mit ähnlicher kultur, werteschätzung und DERSELBEN religion…. wir lügen uns doch selbst an wenn wir die meinung vertreten muslime werden sich bei uns integrieren… wenn es so weiter geht können wir froh sein wenn uns nicht wir in ein paar jahrzehnten anpassen müssen… die demographische entwicklung sagt alles… mitlerweile ist es doch schon so, dass muslimische kinder in der ramadam zeit nicht… Weiterlesen »
lauterruf
lauterruf
Neuling
2 Tage 18 h

Die muslimischen Einwanderer passen sich bestimmt besser als manche Südtiroler an..Man braucht nur zu sehen was hier immer für abfällige Kommentare über Italien und Italiener fallen..

m69
m69
Kinig
2 Tage 19 h

Integration nicht assimilation ist eine Bringschuld aller hier lebenden Migranten!
Über alles weitere kann man erst danach sprechen.

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