Deutsches Schulwesen und Kindergärten werden in Meran „verscherbelt“

Mair: „SVP führt Autonomie ad absurdum“

Dienstag, 23. November 2021 | 11:00 Uhr

Die Kompetenzbereiche der neuen Stadtregierung in Meran wurden zwischen den italienischen Bürgerlisten und der SVP aufgeteilt und sorgen bei den Freiheitlichen für großes Unverständnis. Das deutsche Schulwesen und die Kindergärten sollen künftig von einer italienischen Stadträtin geführt werden. Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair sieht in dieser Vorgehensweise einen autonomiepolitischen Tabubruch.

„Die Südtiroler Autonomie ist zur Verhandlungssache zum Machterhalt der SVP verkommen“, hält die freiheitliche Vizeparteiobfrau Ulli Mair in einer Aussendung einleitend fest. „Wenn die deutsche Volksgruppe in Meran – vertreten durch die SVP – bereitwillig das deutsche Schulwesen und den deutschen Kindergarten einer italienischen Stadträtin überlassen, dann handelt es sich um einen Tabubruch mit weitreichenden Folgen“, so Mair. „Die Schule als Wiege der sprachlichen Bildung und Kultur zu verscherbeln, zeigt den Wert unserer Autonomie in den Augen so mancher Politiker“, beanstandet die freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Wie sehr unsere Autonomie als Pfand für den Machtanspruch der Volkspartei herhalten muss, hat sich in den vergangenen Jahren in aller Deutlichkeit gezeigt. So wurden anlässlich der Parlamentswahlen dem zentralistischen PD, der immer wieder während der Regierung Renzi unsere Autonomie in Frage gestellt hat, ein Südtiroler Wahlkreis auf dem Silbertablett überreicht“, ruft Mair in Erinnerung.

„Die SVP, die sich in ihrem Grundsatzprogramm dem Schutz der deutschen und ladinischen Minderheit verschrieben hat, sollte sich fragen, ob Anspruch und Wirklichkeit überhaupt noch in einem Verhältnis stehen. Was würden sich die Väter der Autonomie und all jene Südtiroler denken, die sich für unsere sprachliche und kulturelle Identität eingesetzt haben?“, hält Ulli Mair fest.

„Die deutsche Volksgruppe muss das einfordern, was ihr zusteht. Der Schutz der deutschen und ladinischen Minderheit ist keine Verhandlungssache, sondern ein hart erkämpftes Recht, das es zu verteidigen gilt und nicht im Sinne eines Machtanspruches preiszugeben ist“, unterstreicht die freiheitliche Vizeparteiobfrau abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen, Burggrafenamt

Kommentare

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10 Kommentare auf "Mair: „SVP führt Autonomie ad absurdum“"


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nuisnix
nuisnix
Kinig
12 Tage 14 h

Müssen wir uns bei dieser SVP wirklich wundern?

Sag mal
Sag mal
Kinig
12 Tage 13 h

nuisnix aber immer wieder wählen. Euch ist nicht zu helfen. Ich meine jetzt selbstverst. Die DIE wählen.

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
12 Tage 15 h

Recht hat sie.

Chicco
Chicco
Tratscher
12 Tage 14 h

Diese SVP hat jeden Bezug zu der Südtiroler Gesellschaft verloren !! Wer sein Volk nicht achtet wird früher oder später selbst zum geächteten !!

Dagobert
Dagobert
Kinig
12 Tage 13 h

Die Italianisierung schreitet gewaltlos langsam aber sicher voran!

Storch24
Storch24
Kinig
12 Tage 14 h

Liebe Frau U.M.
Die hsbrn such schon Intelligenteres von sich gegeben

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
12 Tage 7 h

@Storch
aber sie hat recht.

N. G.
N. G.
Universalgelehrter
12 Tage 13 h

Vielleicht könnte die deutsche Volksgruppe das einfordern, aber nicht ne rechts gerichtete Partei als Speerspitze!
Gell Ulli!

thomas
thomas
Universalgelehrter
12 Tage 11 h

svp als Steigbügelhalter für italienische Rechte, unglaublich, eine Schande!

Opa1950
Opa1950
Tratscher
12 Tage 10 h

Durch die SVP Landesregierung ist die Südtirol Autonomie längst nur mehr ein Wort.

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