Von: APA/Reuters/dpa
Die USA und der Iran haben wieder einen direkten Kommunikationskanal. US-Gesandter Steve Witkoff und Irans Außenminister Abbas Araqchi hätten in den vergangenen Tagen wieder Kontakt aufgenommen, berichtete das Portal Axios unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter. Araqchi habe Textnachrichten an Witkoff geschickt, in denen es um ein Ende des Krieges gehe. US-Präsident Donald Trump hatte kurz zuvor gesagt, die USA wüssten nicht, wer derzeit im Iran das Sagen habe.
“Wir haben Leute, die verhandeln wollen. Wir haben keine Ahnung, wer sie sind”, hatte er am Montag bei einer Veranstaltung im Weißen Haus erklärt. Außerdem sagte Trump, es sei unklar, ob das geistliche Oberhaupt des Irans, Mojtaba Khamenei, noch am Leben sei. Einige Leute sagten, Khamenei sei tot, andere sagten, er sei schwer verletzt. Trump erklärte weiter, dass er nicht denke, dass Israel Nuklearwaffen gegen den Iran einsetze.
Reuters hatte am Samstag unter Berufung auf Insider berichtet, der Oman habe mehrfach versucht, einen Kommunikationskanal zwischen den USA und dem Iran zu eröffnen. Das Weiße Haus habe aber deutlich gemacht, dass es daran derzeit kein Interesse habe.
Mittlerweile rund 200 US-Soldaten verletzt
Unterdessen stieg die Zahl der im Krieg gegen den Iran verwundeten US-Soldaten laut Militärangaben auf rund 200. Der Großteil habe leichte Verletzungen erlitten, hieß es in einer Mitteilung des US-Zentralkommandos (CENTCOM). 180 der Verwundeten hätten bereits wieder ihren Dienst aufgenommen. Den Tod von elf Soldaten hatten die USA bereits am Freitag gemeldet. Angaben zu Verlusten der israelischen Streitkräfte liegen zunächst nicht vor.
Über die Zahl der Opfer auf iranischer Seite gibt es lediglich grobe Schätzungen. In Medienberichten war zuletzt von rund 2.000 Toten die Rede gewesen, darunter Zivilisten.




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