Familienleistungen 2025 in Südtirol

83,5 Mio Euro für Familien

Montag, 16. März 2026 | 16:53 Uhr

Von: luk

Bozen – Das Land Südtirol hat im Jahr 2025 rund 48.500 Familien mit direkten finanziellen Leistungen unterstützt. Insgesamt stellte das Land dafür 83,5 Millionen Euro bereit. Den größten Anteil daran bilden die Familiengelder (Landeskindergeld, Landesfamiliengeld sowie Landesfamiliengeld+), für die insgesamt rund 74,4 Millionen Euro ausbezahlt wurden. Hinzu kommen Beiträge für die rentenmäßige Absicherung der Erziehungszeiten. Für diese Leistung wurden 2025 rund 9,1 Millionen Euro bereitgestellt, ein Plus von 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bei rund 4.300 Begünstigten.

“Die Anpassungen beim Landeskindergeld sind ein wichtiger Schritt, um Familien gezielt zu entlasten”, betont Familienlandesrätin Rosmarie Pamer. “Gleichzeitig richten wir den Blick nach vorne. Wir wollen die Erziehungszeiten rentenmäßig besser absichern, damit Eltern durch die Betreuung ihrer Kinder keine Rentenlücken entstehen. Einen entsprechenden Vorschlag habe ich den zuständigen Mitgliedern der Regionalregierung übermittelt.”

Die direkten Familienleistungen werden über die Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung (ASWE) abgewickelt. Über die Entwicklung der Leistungen und die Anpassungen informierte im Detail der Direktor der ASWE, Eugenio Bizzotto:”Der Rückgang der Anzahl der Bezieher ist insbesondere beim Landeskindergeld deutlich ausgefallen, und beläuft sich im Zeitraum zwischen 2023 und 2025 auf 8,2 %. Dies ist sowohl auf den Geburtenrückgang als auch auf die Einkommensobergrenze zurückzuführen, die bis 2025 für den Zugang zum Landesbeitrag nicht überschritten werden durfte.”

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Landesregierung Ende des vergangenen Jahres eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. So wurde die ISEE-Einkommensgrenze für den Bezug des Landeskindergeldes mit 1. Jänner von 40.000 auf 46.000 Euro angehoben und eine zusätzliche Einkommensklasse zwischen 15.000 und 30.000 Euro eingeführt. “Damit wird der Kreis der Anspruchsberechtigten erweitert und Familien können gezielter unterstützt werden. Im Gegensatz zu den Familienleistungen verzeichneten die ausbezahlten Beiträge für die rentenmäßige Absicherung der Erziehungszeiten einen deutlichen Anstieg. Dies ist sowohl auf den Digitalisierungsprozess des Auszahlungsverfahrens als auch auf eine gesteigerte Effizienz bei der Verfahrensabwicklung durch die Mitarbeiter zurückzuführen”, so Bizzotto.

Mit den Anpassungen bei den Familienleistungen sowie der geplanten Weiterentwicklung der rentenmäßigen Absicherung setzt das Land weiterhin gezielte Maßnahmen zur Unterstützung von Familien.

Bezirk: Bozen

Kommentare

Aktuell sind 3 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen