SVP-Begehrensantrag im Landtag angenommen

Mehr Schutz für Kinder und Jugendliche im digitalen Raum

Donnerstag, 05. Februar 2026 | 15:53 Uhr

Von: mk

Bozen – Der Südtiroler Landtag hat heute einen Begehrensantrag des SVP-Fraktionsvorsitzenden Harald Stauder zum Umgang mit Social Media bei Kindern und Jugendlichen angenommen.

Handys und Social Media sind für viele Kinder und Jugendliche selbstverständlicher Teil des Alltags. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus Schulen und Familien immer deutlicher, dass der Umgang mit digitalen Plattformen auch Probleme mit sich bringt. Viele Länder haben deshalb in den letzten Jahren begonnen, die Handynutzung in den Schulen klarer zu regeln, um konzentriertes Lernen und ein besseres Miteinander zu ermöglichen.

Dabei rücken immer mehr auch Social-Media-Plattformen in den Fokus. Internationale Studien und Forschungsberichte zeigen, dass junge Menschen dort besonderen Gefahren ausgesetzt sind. Das sind zum Beispiel Mobbing im Internet, sehr lange Nutzungszeiten, unpassende Inhalte oder die Verbreitung von falschen Informationen. Diese Entwicklungen wirken sich nicht nur auf das Wohlbefinden aus, sondern auch auf das Lernen und das soziale Klima in den Schulen und im Allgemeinen.

Südtirol setzt auf Aufklärung und Vorbeugung. Mit dem Projekt „Smartphone-Führerschein“ werden Schüler und Schülerinnen, Lehrpersonen und Eltern informiert und dafür sensibilisiert, verantwortungsvoll mit digitalen Medien umzugehen. Gleichzeitig zeigen Beispiele aus anderen Ländern, dass dort weitere Schritte diskutiert werden. Australien hat bereits ein Social-Media-Verbot für bestimmte Altersgruppen eingeführt, auch in mehreren europäischen Ländern wird über vergleichbare Regelungen nachgedacht. Auf EU-Ebene schafft der Digital Services Act einen festen Rahmen, besonders um Minderjährige zu schützen.

Vor diesem Hintergrund fordert der Südtiroler Landtag das italienische Parlament und die italienische Regierung auf, sich für weitere Einschränkungen bei sozialen Medien einzusetzen und auf EU-Ebene eine einheitliche Regelung anzustreben.

„Kinder und Jugendliche brauchen klare Orientierung im digitalen Raum. Es geht nicht um Verbote um jeden Preis, sondern um Schutz, Orientierung und Verantwortung auch über die Schule hinaus“, so Harald Stauder.

Bezirk: Bozen

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