Als auch deren Angehörigen

Menschen mit Behinderung werden geimpft

Freitag, 23. April 2021 | 20:15 Uhr

Bozen – Seit einigen Monaten wird in Südtirol geimpft, wobei bestimmte Kategorien Vorrang haben. Vor kurzem wurde auch begonnen, Menschen mit schweren Behinderungen sowie deren Angehörige, Eltern und Pflegepersonen zu impfen und kommt so endlich der Forderung der Vereinigung für Familien mit beeinträchtigen Menschen CONFAD nach.

„Die Eltern von Menschen mit Behinderung werden jetzt geimpft und garantieren so ihren Kindern ein sicheres Umfeld“, sagt der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler. Vor einem Monat hat Renzler eine Anfrage beim zuständigen Landesrat Thomas Widmann eingereicht, die heute schriftlich beantwortet wurde.

In seiner Anfrage wollte Helmuth Renzler zunächst in Erfahrung bringen, wieso das Südtiroler Impfprogramm nur schleppend angepasst wurde und weshalb die genannten Personengruppen nicht wie in anderen Regionen schnellstmöglich in die prioritären Impfkategorien aufgenommen wurden. Weiters hat der Abgeordnete gefragt, aus welchem Grund die Impflisten für diese Kategorien noch nicht ausgearbeitet wurden, innerhalb wann man mit einer Impfung dieser Kategorien rechnen kann und wer entscheidet, welcher Impfstoff für diese fragile Kategorie verwendet wird. Außerdem soll Stellung zu den Impfstoffen genommen werden. Konkret soll Auskunft darüber gegeben werden, ob die Angehörigen von Menschen mit Behinderung unter Berücksichtigung der schweren Familiensituation mit den Impfstoffen von Pfizer oder Moderna geimpft werden können.

„Seit Einreichung meiner Anfrage sind nun mehrere Wochen vergangen und jetzt hat der Sanitätsbetrieb endlich mit der Impfung dieser Personengruppen begonnen. Dennoch ist es wichtig, dass die Verantwortlichen eine klare Position beziehen und den Landtag genau über den weiteren Verlauf informieren“, betont Renzler.

Antworten des Landesrates stimmen zuversichtlich

Gesundheitslandesrat Thomas Widmann hat heute schriftlich zu den Fragen des Abgeordneten Stellung bezogen und zunächst unterstrichen, dass Menschen mit Behinderung im Impfprogramm aufgenommen wurden, und zwar in der Kategorie der besonders gefährdeten Personen (sogenannte „ultrafragili“), da diese einer prioritären Impfkategorie entsprechen.

Weiters hat der Landesrat mitgeteilt, dass in der Sitzung des Führungsgremiums vom 01.03.21 der Auftrag erging, eine entsprechende Liste abzuarbeiten und Personen mit Behinderung und deren Angehörige zu impfen. Kurze Zeit später wurde damit begonnen, Personen des Projektes D.A.M.A zu impfen. Es gibt seitdem regen Kontakt mit den verschiedenen in Südtirol aktiven Vereinigungen. Zudem wurden von der epidemiologischen Beobachtungsstelle Listen erarbeitet und den Hausärzten übergeben, die den Status der Personen bestätigen.

Die Frage zum Impfstart wurde damit beantwortet, dass die Impfungen bereits vor Ostern 2021 begonnen haben und im Moment fortgesetzt werden. Der Staat schreibt vor, dass für diese Kategorie mRNA-Impfstoffe zum Einsatz kommen sollen und die Angehörigen von Menschen mit Behinderung werden mit den Impfstoffen, die zur Verfügung stehen, geimpft. Laut Landesrat Widmann sollte es weiters keinen Unterschied machen, welcher Impfstoff diesen Menschen verabreicht wird, zumal alle Impfstoffe einen sehr guten Wirkungsgrad aufweisen.

„Es ist sehr wichtig, dass diese Kategorie prioritär behandelt wird. In diesem Zusammenhang sind die letzthin aufgetauchten Probleme mit der fehlerhaften Anmeldung dieser Personengruppen auf dem schnellsten Weg zu lösen“, fasst Helmuth Renzler zusammen.

Von: bba

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "Menschen mit Behinderung werden geimpft"


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brunner
brunner
Universalgelehrter
19 Tage 9 h

Noch später gings nicht, oder? Davor lieber noch junge gesunde Feuerwehrleute impfen….zum Schämen!!

Entequatch
Entequatch
Grünschnabel
19 Tage 8 h

Sie haben vollkommen recht, es ist ja nicht schlimm wenn die feuerwehrmänner und-frauen für 1-2 monate wegen krakheit ausfallen. Wieviele einsätze haben die feuerwehren in den letzten monaten geleistet?

Doolin
Doolin
Superredner
19 Tage 8 h

…normale, arbeitende Menschen unter 60 Jahren kommen wohl nie mehr dran…ja wo sind denn die Arbeitnehmervertreter…
😆

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
19 Tage 13 h

Zuerst impfen die die Wirtschaft aufrecht erhalten , Tourismusbranche, Handwerker, Indutrielle und deren Mitarbeiter, Handelsmitarbeiter( Aspiag z.b ) und Lebensmittelproduzenten. So wie sie es in den USA machen.

00
00
Tratscher
19 Tage 11 h

Menschen mit Behinderung und deren Angehörige werden umgehend geimpft. Wahrscheinlich, wenn sie im Gastgewerbe tätig sind.

brunner
brunner
Universalgelehrter
19 Tage 6 h

@Entenquatsch…..und wieviele behinderte und immunschwache Menschen sind in den letzten Monaten gestorben weil sie nicht rechtzeitig geimpft wurden?,?

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