Offensive gestartet

Meran: Mit Videokameras gegen Müllsünder

Mittwoch, 11. September 2019 | 13:07 Uhr

Meran – Im Rahmen der im Mai dieses Jahres gestarteten Offensive gegen die illegale Müllablagerung setzt nun die Stadtregierung auch Überwachungskameras ein. Die Maßnahme wurde heute bei einer Pressekonferenz im Rathaus von Bürgermeister Paul Rösch, Umwetlstadträtin Madeleine Rohrer und Ortspolizei-Kommandant Fabrizio Piras erläuert.

Um der Vermüllung der Wertstoffinseln Einhalt zu bieten, werden in Kürze an fünf Sammelstellen, an denen bereits in der Vergangenheit häufig illegale Müllablagerungen erfolgt sind, Videokameras in Betrieb genommen. Die entsprechenden Arbeiten werden in diesen Tagen abgeschlossen.

“Es handelt sich dabei um eine der Maßnahmen, die wir im Rahmen der Offensive gegen Müllsünder umsetzen wollen”, erklärte Bürgermeister Paul Rösch. “Wir sind entschlossen, gegen dieses Phänomen vorzugehen. Die illegalen Müllablagerungen verursachen für die Stadtwerke hohe zusätzliche Kosten. Diese Kosten müssen unterm Strich über die Tarife für die Müllentsorgung von uns allen gemeinsam bezahlt werden“, sagte Rösch. „Viele wissen gar nicht, dass die Stadtwerke an jeder einzelnen Wertstoffinsel der Stadt einmal pro Tag aufräumen müssen, um den von Schmutzfinken hinterlassenen Unrat zu beseitigen.”

“Die Standorte für die Anbringung der Videokameras wurden mit den Technikern der Stadtwerke und auch mit den Stadtvierteln abgesprochen. Bei Bedarf können die Geräte leicht umgestellt und an anderen Stellen montiert werden. Dank der Videokameras wird es zum Beispiel möglich sein, Müllsünder, die bei den Wertstoffinseln ihren Wagen halten, um dort ihren Sperrmüll loszuwerden, zu identifizieren”, erklärte Kommandant Piras.

“Wir arbeiten an einem besseren Angebot (Bio für alle, Sammlung von hochwertigem Plastik), Sensibilisierung und Kontrollen. Es braucht alle diese drei Ansätze. Die Kontrollen sind besonders wichtig als Respekt gegenüber all jene, die sich große Mühe beim Trennen und Entsorgen der Wertstoffe machen und deren Einsatz für eine saubere Stadt durch illegale Ablagerungen weniger sichtbar wird”, sagte Rohrer.

Dass es neben den zahlreichen Maßnahmen zur Sensibilisierung, die beispielsweise in und mit den Meraner Schulen ergriffen wurden, auch eine strengere Überwachung braucht, ist inzwischen unumstritten. Und die von den Beamten der Stadtpolizei in allen Stadtvierteln durchgeführten Kontrollen haben Wirkung gezeigt.

Einzig im Monat August hat die Ortspolizei Meran im Stadtbereich insgesamt 29 Bürgerinnen und Bürger dabei ertappt, wie sie illegal ihren Müll entsorgten. Seit Anfang des Jahres wurden in Meran bisher 310 Strafen in diesem Bereich ausgestellt.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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1 Kommentar auf "Meran: Mit Videokameras gegen Müllsünder"


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JingJang
JingJang
Tratscher
6 Tage 21 h

Im Grunde müsste die ganze Stadt Video überwacht werden, weil dann laden die Übeltäter halt wo anders ab. Zu den Kosten, faule ausreden Meran ist Müllentsorgung überteuert, in anderen Gemeinden zahlt eine 4 Köpfige Familie weniger als in Meran ein Personenhaushalt und dort gibt es auch Müllsünder. Zudem wird der Müll bei vielen nicht mehr abgeholt und manche müssen durch fie halbe Stadt zur Sammelstelle. Bei Müllmänner die wirklich arbeiten wird eingespart und dafür teure Bürokraten angestellt, wie eben überall Post und so weiter

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