Pressekonferenz

Müllsünder in Meran – über 1.900 Verstöße in vier Monaten

Mittwoch, 25. Februar 2026 | 13:32 Uhr

Von: mk

Meran – Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz der Stadtregierung wurden die ersten Ergebnisse der Kontrollen vorgestellt, die mit dem neuen mobilen Videoüberwachungssystem zur Bekämpfung der illegalen Müllentsorgung durchgeführt wurden. Allein im Januar wurden 598 Verstöße festgestellt.

“Die enge Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung, den Stadtwerken und der Kurverwaltung hat es ermöglicht, die städtischen Reinigungsdienste durch koordinierte Maßnahmen zur Grünflächenpflege, Straßenreinigung, Kartonsammlung und Rattenbekämpfung zu optimieren. Zentraler Bestandteil des Ende letzten Sommers verabschiedeten Maßnahmenpakets war die Einführung eines innovativen mobilen Videoüberwachungssystems mit interaktiver Verwaltungsplattform und automatisierter Ereignisanalyse”, erklärte Bürgermeisterin Katharina Zeller.

“Das System ermöglicht – an zehn verschiedenen Standorten, die von den Stadtwerken aus allen Wertstoffinseln im Gemeindegebiet ausgewählt werden – die eigenständige Überprüfung rechtswidrigen Verhaltens, die Erstellung eines Videopakets aus mehreren Aufnahmewinkeln, die Extraktion des Kennzeichenfotos des beteiligten Fahrzeugs und die automatische Übermittlung von Bildern und Filmen an die örtliche Polizei zur Einleitung des Bußgeldverfahrens”, so Ortspolizei-Kommandant Alessandro De Paoli.

Über 1.900 festgestellte Vorfälle und Hunderte Identifizierungen – Bei der Auswertung der zwischen Oktober 2025 und Januar 2026 gesammelten Videoaufnahmen wurden insgesamt 1.937 Fälle von illegaler Müllentsorgung an den verschiedenen überwachten Wertstoffinseln festgestellt. Dank des Einsatzes von Videoüberwachungssystemen konnte die örtliche Polizei 580 Personen, die für die Verstöße verantwortlich waren, umgehend identifizieren. In den übrigen Fällen werden derzeit weitere technische Überprüfungen durchgeführt, um die beteiligten Personen vollständig zu identifizieren. Das vorgesehene Verwaltungsverfahren wird jedoch auch zur Bestrafung der letzten Verstöße führen und somit die volle Wirksamkeit der Kontroll- und Bekämpfungsmaßnahmen gewährleisten.

„Insgesamt ergibt die Analyse der im untersuchten Viermonatszeitraum durchgeführten Erhebungen ein eindeutiges Bild: Die illegale Müllentsorgung ist ein weit verbreitetes, übergreifendes Phänomen mit einer bedeutenden sozialen Dimension. Die Verursacherinnen und Verursacher dieser illegalen Handlungen sind in den meisten Fällen Bürgerinnen und Bürger von Meran unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichem sozio-professionellem Status. Die Einführung und der Ausbau digitaler Kontrollinstrumente haben zu einer deutlichen Zunahme der Identifizierungen und der daraus resultierenden Sanktionen geführt und damit die Wirksamkeit der Bekämpfungsmaßnahmen gestärkt. Die Hoffnung ist, dass dieser neue Impuls zu einem stärkeren Nachdenken über individuelle Gewohnheiten anregt und ein verantwortungsbewussteres Verhalten fördert. Ein größeres kollektives Engagement – insbesondere im Hinblick auf die korrekte Entsorgung von Bioabfällen – kann auch erheblich zur Eindämmung der Rattenpopulation beitragen, was sich positiv auf die Hygiene und das Stadtbild auswirkt”, betonte die Stadträtin für Umwelt, Antonella Costanzo.

Auch die Tätigkeit der Waste Watchers wird fortgesetzt – Neben dem Videoüberwachungssystem bleiben die Waste Watchers, die Taskforce zur Kontrolle der ordnungsgemäßen Müllentsorgung, weiterhin voll einsatzfähig. Der von den Stadtwerken verwaltete Dienst ist an sechs Tagen pro Woche von 5.30 bis 23.00 Uhr mit zwei Vollzeitmitarbeitern und einem Teilzeitkoordinator im Einsatz. Die Überwachung des Gebiets durch die Waste Watchers ist eine wesentliche Ergänzung zu den technologischen Kontrollen und trägt zu einem integrierten Ansatz der Prävention und Repression bei.

Gemeinsames Engagement für den Schutz des Stadtbildes – Die Stadtverwaltung bekräftigt, dass die gemeinsamen Anstrengungen der städtischen Behörden und Unternehmen auch in den kommenden Monaten fortgesetzt werden, mit dem Ziel, das Stadtbild zu verbessern, die Abfallwirtschaft effizienter zu gestalten und jede Form der illegalen Entsorgung entschlossen zu bekämpfen. Die Stadtverwaltung fordert alle Bürgerinnen und Bürger auf, mitzuwirken und die Wertstoffinseln ordnungsgemäß zu nutzen.

Bezirk: Burggrafenamt

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