Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Ob in Verwaltung, Technik, Bildung oder vielen anderen Bereichen bietet das Land viele berufliche Möglichkeiten. Bei Bewerbungen sollte man auch die Sprachgruppenbescheinigung im Blick haben, so das Personalressort. “Wer sich für eine Arbeit beim Land interessiert und an einem Stellenwettbewerb teilnimmt, soll alle notwendigen Unterlagen rechtzeitig vorbereiten. Die Sprachgruppenbescheinigung ist dabei ein wichtiges Dokument. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sie nun wieder abgeholt werden kann”, sagt Personallandesrätin Magdalena Amhof.
Die Bescheinigung über die Sprachgruppenzugehörigkeit kann beim zuständigen Amt des Landesgerichts Bozen abgeholt werden. Das Personalressort weist darauf hin, dass das Amt derzeit vorübergehend in der Garibaldistraße 4 in Bozen untergebracht ist (LPA hat berichtet). Nachdem im Sommer das Gerichtsgebäude teilweise eingestürzt war, hat das Amt den Dienst am 2. November in der zeitweiligen neuen Unterbringung wieder aufgenommen (Infos dazu online auch auf der Webseite des Landesgerichtes).
Für Stellenwettbewerbe des Landes muss eine Bescheinigung der Sprachgruppenzugehörigkeitserklärung im Original vorgelegt werden, die höchstens sechs Monate alt ist. Sie wird in einem verschlossenen Umschlag am Tag der schriftlichen Prüfung abgegeben. Ist keine schriftliche Prüfung vorgesehen, muss sie bei der ersten Prüfung eingereicht werden. Die Prüfungen legen Bewerberinnen und Bewerber in der Sprache ihrer Sprachgruppe, Deutsch oder Italienisch, ab. Angehörige der ladinischen Sprachgruppe können zwischen beiden Sprachen wählen.
Die Bescheinigung spielt laut Landesrätin Amhof allerdings nicht nur bei Stellenwettbewerben des Landes eine Rolle. Sie wird auch für Wettbewerbe und Stellenausschreibungen von Gemeinden und anderen öffentlichen Körperschaften benötigt. Zudem ist sie in bestimmten Fällen Voraussetzung für öffentliche Funktionen und Gremien, für Wohnbauförderungen sowie für weitere öffentliche Leistungen.
Die Sprachgruppenzugehörigkeit beziehungsweise -angliederung gilt als wichtiger Bestandteil des Südtiroler Autonomiesystems. “Der Sprachenproporz sorgt dafür, dass Stellen und öffentliche Mittel entsprechend der Stärke auf die drei Sprachgruppen verteilt werden”, erklärt Amhof. Die persönliche Erklärung schaffe dafür eine wichtige Grundlage.




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