Gesamtschaden von 3,45 Milliarden Euro ist Voraussetzung

Nach Unwettern soll EU-Solidaritätsfonds helfen

Dienstag, 06. November 2018 | 17:58 Uhr

Bozen – Gemeinsam mit anderen Regionen, die nach den vergangenen Unwettern große Schäden erlitten haben, will Südtirol um EU-Hilfe ansuchen.

Nach den Unwettern der vergangenen Woche laufen nicht nur die Aufräumarbeiten auf Hochtouren, das Land Südtirol ist auch bemüht, notwenige und nützliche Hilfsmittel zu nutzen. Dazu gehören einerseits der Abbau von Bürokratie, um Aufräum- und Instandsetzungarbeiten zu erleichtern, zum anderen der Zugang zu finanziellen Hilfsmaßnahmen beispielsweise dem Solidaritätsfonds der EU.

So stimmte das Land Südtirol am heuten Nachmittag (6. November) bei einer Videokonferenz der staatlichen Zivilschutzbehörde einem gemeinsamen Vorgehen zur Beantragung von Hilfsgeldern aus dem EU-Solidaritätsfonds zu. Auch die weiteren zehn Regionen, die von den Unwettern heimgesucht und große Schäden verzeichnet hatten, Venetien, Friaul-Julisch Venetien, die Lombardei, die Toskana, Kalabrien, Sizilien, das Latium, Sardinien, Ligurien, die Emilia Romagna, sowie die Nachbarprovinz Trentino sprachen sich für ein gemeinsames Vorgehen aus.

Der 2002 gegründete EU- Solidaritätsfonds EUSF, der von den Mitgliedsländern mit jährlich 500 Millionen Euro gespeist, erfüllt den Zweck, nach Naturkatastrophen großen Ausmaßes den betroffenen Staaten oder Regionen eine zügige finanzielle Unterstützung zu gewähren. Dabei ist derzeit auf staatlicher Ebene ein Gesamtschaden von 3,45 Milliarden Euro Voraussetzung für einen Zugang zum Fonds. Für die Gesuchstellung in Brüssel sind zwölf Wochen Zeit. Italien hat bisher aus dem Solidaritätsfonds insgesamt 2.515 Millionen Euro erhalten, wobei das Geld vor allem für Hilfsmaßnahmen nach den schweren Erdbeben bestimmt waren.

Bei der heutigen Videokonferenz wurde daher ein zügiges Vorgehen vereinbart. Alle Regionen wollen ihre Schadenserhebungen zügig abschließen und die notwendigen Unterlagen bis Ende November nach Rom übermitteln.

Was das Ansuchen um die Anerkennung des Notstandes durch die Regierung in Rom angeht, die Landeshauptmann Arno Kompatscher gestern unterzeichnet hatte, so wurde heute mitgeteilt, dass diese bereits dem Ministerrat übermittelt worden sei.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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11 Kommentare auf "Nach Unwettern soll EU-Solidaritätsfonds helfen"


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felixklaus
felixklaus
Tratscher
8 Tage 17 h

Ach für das ist dann immer die EU gut genug ! Herr Salvini wird jetzt wohl die Eu Gelder ablehnen!

sakrihittn
sakrihittn
Superredner
8 Tage 13 h

Italien ist Nettozahler, also kein Problem die Gelder zu behalten und selbst zu wirtschaften.
http://www.bpb.de/wissen/P16RQL,0,Top_5_Nettozahler_und_Nettoempf%E4nger_der_EU.html

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
8 Tage 16 h

Nichts für ungut, aber der Schaden in Südtirol hält sich in Grenzen und ist nur wirtschaftlicher Natur. Häuser wurden keine zerstört und die Energieversorgung funktioniert.

Richtige Not herrscht bei Erdbeben oder Überschwemmungen, wo die Menschen nicht mehr wissen wo sie schlafen sollen, das trifft auf Südtirol aber nicht zu. Da ist z.B. Belluno weit stärker betroffen, Alleghe war z.B. 3 Tage von der Außenwelt abgeschnitten, auf Wochen kein Strom und der See war ca. 1,5 Meter an den Hausmauern.

Staenkerer
8 Tage 6 h

wettn südtirol rechnt schunbso hoch das de summe de es braucht sicher zomkimmt!
jo, i sichs a so, ba olle schadn de es gemocht hot solln mir decht no donkbor sein, und nit des geldes wegn, des in aussicht steht, am meistn von olle plärrn!

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
8 Tage 4 h

Kennschse woll, insre Jammerer !

Mauler
Mauler
Tratscher
8 Tage 14 h

Wos warn amol wenn insere Politik Prinzen a Johr long ihren Geholt spenden tatn?
Sem sein de 3,5 Mio wos se von dor EU welln lei Peanuts!

Staenkerer
8 Tage 6 h

du bisch lustig, spenden??
wettn de verrechnen de sondersitzungen auf cent und € als sonderspesen und kassiern für de rundflüge a no fohrtgeld!
i find es nit schien das insre politiker sich mit de provinzen, de wirklich große schäden an gebäude und infrastrukturn zu beklogn hobn, auf oane stufe stellt ba de vergütungsforderungen!
hoffentlich büßen mir de geldgier nit amoll!

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
8 Tage 2 h

@Staenkerer ..super gsogg, i siech des genau so !
Mecht net wissn, wie viele dofun, profitiern !

Brixbrix
Brixbrix
Tratscher
8 Tage 10 h

Iatz wellnse Bürokratie veroanfochn bzw oubaudn!!

wieso konn sell une de Wetterschadn net ah sein

lai olm ols kompliziert und aufwendig mochn, viel Zettelwerk , Papier ,Papier , Papier

und siehe da , wenn er wellatn gangs gonz oanfoch ah.

man staune 😉

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
8 Tage 2 h

Brixbrix @ So wos nennt man Orbeitsbeschoffung, auf Kostn der Ollgemeinheit !

Brixbrix
Brixbrix
Tratscher
7 Tage 22 h

@Blitz

Bingo👍

drauzohln tuat olm der kloane normale Bürger

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