Nehammer plädiert für Technologieoffenheit

Nehammer mit rundem Tisch gegen Verbrenner-Aus

Montag, 03. Juni 2024 | 07:21 Uhr

Von: apa

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) beruft am Montag einen runden Tisch mit Experten sowie Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft ein, um die gemeinsame Vorgangsweise gegen das auf EU-Ebene beschlossene Verbrenner-Aus zu besprechen. Die Weichenstellungen für den Standort Europa müssten jetzt getroffen werden, verwies das Bundeskanzleramt gegenüber der APA auf die EU-Wahlen am 9. Juni. “Wir sagen ‘Ja’ zum Auto” und “zu über hunderttausend Arbeitsplätzen”, wird Nehammer zitiert.

Die Auto- und Zulieferindustrie sei “stark unter Druck geraten”, heißt es in der Mitteilung. Überregulierung und Verbote würden dazu führen, dass der Standort Europa unattraktiver werde. Im Automobilsektor werde China immer stärker, die USA agiere protektionistisch. Unzählige Unternehmen und Arbeitsplätze seien in Österreich betroffen, so Nehammer: “Es braucht Fortschritt und Freiheit für unsere Unternehmen, statt Verboten und Beschränkungen für ihr Tun.”

Sowohl national als auch auf EU-Ebene müsse die Politik nun richtig handeln. Was das bedeutet, darüber sollen beim runden Tisch im Bundeskanzleramt u.a. Wirtschaftsminister Martin Kocher und der steirische Landeshauptmann Christopher Drexler (beide ÖVP), Industriellenvereinigungs-Präsident Georg Knill sowie Vertreter von Magna, BMW und Siemens beraten.

Schon länger sprechen sich Nehammer und die ÖVP gegen das Verbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 aus. Laut EU-Wahlprogramm will sich die Kanzlerpartei für eine Rücknahme der Maßnahme, die dem Klimawandel entgegenwirken soll, einsetzen; stattdessen soll Technologieoffenheit herrschen.

Kommentare

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6 Kommentare auf "Nehammer mit rundem Tisch gegen Verbrenner-Aus"


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Oracle
Oracle
Kinig
21 Tage 15 h

Technologieoffenheit heisst in dem Fall, weiter diese ineffiziente Verbrennersteinzeittechnologie zu verwenden und damit von Schurkenstaaten wegen dem Benzin, Diesel, Öl anhängig bleiben, anstatt unsere Wasserkraft und Sonne für die Fortbewegung zu nutzen. So wie wenn man noch auf Schreibmaschinen setzt, obwohl es Tablet gibt!

Gredner
Gredner
Kinig
21 Tage 10 h

Wenn wir nur mehr Elektroautos fahren sollen, dann sind wir zwar nicht mehr von den Arabern abhängig, wo das Öl herkommt, dafür aber von jenen Ländern, wo die Rohstoffe für die Batterien und Elektromotoren herkommen (allen voran China). Kupfer ist bereits jetzt knapp geworden.

N. G.
N. G.
Kinig
21 Tage 2 h

Tja, was sollten solche Politiker denn tun? Es gibt zu viele Steinzeit Menschen die diesen Weg fordern und was tun sie dann um wiedergewählt zu werden…!

N. G.
N. G.
Kinig
20 Tage 4 h

@Gredner Erstens, Chile, Australien und Peru, dannnerst Russland usw. gibt es die größten Vorkommen. Zweitens ist Kupfer nicht das wichtigste. Bitte informiere dich bevor du dich gegen E- Mobilität aussprichst.

info
info
Universalgelehrter
21 Tage 16 h

Diese konservativen Politiker à la Nehammer oder Salvini führen uns gerade in die technologische Steinzeit.

Sosonadann
Sosonadann
Superredner
21 Tage 4 h

Es gibt kein auf EU-Ebene beschlossenes Verbrenner-Aus. Wer das sagt und schreibt, sollte sich die Verordnung genau durchlesen.
Ab 2035 müssen Verbrennungsmotoren mit klimaneutralen Treibstoff betrieben werden. Wer Verbrennungsmotoren baut, die mit grünem (!) Wasserstoff, E-Fuels oder Einhornfürzen betrieben werden, kann das machen!

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