Pressekonferenz

Neuer Schalter für Menschen mit Behinderung in Bozen

Donnerstag, 04. Juni 2026 | 16:42 Uhr

Von: mk

Bozen – Der Bürgermeister von Bozen, Claudio Corrarati hat heute Vormittag bei einer Pressekonferenz über die wichtigsten Entscheidungen berichtet, die der Stadtrat genehmigt hat. Bei der Pressekonferenz anwesend waren auch der Vizebürgermeister Stephan Konder, Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser und Sozialstadträtin Patrizia Brillo.

Gleich zu Beginn der Presskonferenz haben Bürgermeister Corrarati und Sozialstadträtin Brillo die Eröffnung eines Schalters für Menschen mit Behinderung angekündigt. Am Schalter erhalten Menschen mit Behinderung Informationen und Beratung, aber er bietet auch Unterstützung für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen. Mit der Eröffnung des Schalters möchte die Gemeindeverwaltung die Inklusion von Menschen mit Behinderung fördern und ihnen einen einfachen Zugang zu den Informationen über die Dienste für Menschen mit Behinderung in Bozen bieten.

Die Idee für die Einrichtung dieses Schalters hatte der Beirat für Menschen mit Behinderung. Geleitet wird der Schalter vom Präsidenten des Beirates, Claudio Palmulli, und vom persönlichen Berater für die Anliegen von Menschen mit Behinderung, Ulrich Seitz. Am Schalter gibt es Informationen und Beratung zu den Themen Freizeit, Schule, Sport, Beiträge, Inklusion in der Schule, Verwaltungsangelegenheiten, Rekurse bei Pflegegeld und Invalidenrente, finanzielle Unterstützung in Notlagen und nützliche Informationen über die Dienste, die sich um Menschen mit Behinderung kümmern.

Der Schalter für Menschen mit Behinderung befindet im Bürgerzentrum im Rathaus in der Gumergasse 7. Er wird am 2. Juli 2026 eröffnet, und ist dann jeden Donnerstag Nachmittag von 15.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Es ist notwendig, einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Dafür genügt eine E-Mail an Herrn Palmulli oder Herrn Seitz oder eine telefonische Terminvereinbarung.

Der Stadtrat hat heute auch beschlossen, dass eine eigene Website über den Schalter für Menschen mit Behinderung eingerichtet und der neue Schalter über die Kommunikationskanäle der Gemeindeverwaltung beworben wird. Der Schalter wird auch mit eigenen Hinweisschildern versehen, damit ihn die interessierten Bürgerinnen und Bürger leicht und schnell finden.

Bezüglich der Bereiche Mobilität und Verkehr hat Stadträtin Johanna Ramoser einige Neuheiten vorgestellt, die vor allem auf eine Verbesserung der Sicherheit in der Stadt abzielen.

So wurde heute Vormittag der neue Gehweg zwischen dem Verdiplatz und der Mayr- Nusser-Straße eröffnet. Er verbindet den Bereich des Zugbahnhofes mit dem Parkhaus Mayr-Nusser. Da es sich um einen eher abgelegenen Gehweg handelt, wurde vor allem auf eine gute Beleuchtung geachtet und es wurden Videokameras installiert. „Mit der Eröffnung dieses neuen Gehweges wollten wir vor allem die Erreichbarkeit des Parkhauses Mayr-Nusser und der umliegenden Straßen verbessern. Und hier war uns die Sicherheit der Personen, die diesen Gehweg nutzen, ein großes Anliegen.“ sagte Bürgermeister Claudio Corrarati. „Durch die Anbringung von Videokameras und eine konstante Pflege des Gehweges soll dieser Weg für alle sicher nutzbar sein. Wir werden darauf achten, dass dieser Weg nicht für andere Zwecke verwendet wird.“

Mobilitätsstadträtin Ramoser kündigte an, dass am 21. Juni 2026 die Haltestelle der Stadtbusse am Waltherplatz wieder in Betrieb genommen wird. Das entsprechende Abkommen mit dem Land wurde genehmigt. Alle Stadtbuslinien halten ab dem 21. Juni 2026 auch am Waltherplatz. Der Gehsteig wurde so angepasst, dass das Ein- und Aussteigen barrierefrei ist. An der neuen Haltestelle wird auch eine digitale Infotafel installiert. Von dieser Maßnahme erhoffe man sich auch, dass der Busverkehr in der Südtiroler Straße flüssiger wird, was sich positiv auf die Fahrtzeiten auswirken und die Orientierung für die Nutzenden der Stadtbusse erleichtern wird.

Und schließlich haben der Bürgermeister und die Mobilitätsstadträtin mitgeteilt, dass ab Herbst versuchsweise ein Rufbusdienst (Call-Bus) eingerichtet wird. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Land, der STA und dem NOI Techpark verwirklicht und ist vorerst auf ein Jahr begrenzt. Der Rufbus fährt voraussichtlich ab Ende September 2026. Er verkehrt am Abend und in den Nachtstunden und wird vor allem die Stadtviertel Gries, Rentsch, Bozner Boden und Oberau bedienen.

Der Rufbus fährt nicht auf einer fixen Route und zu festen Zeiten: Die Fahrten werden je nach Nachfrage organisiert. Der Rufbus muss auf einer eigenen App vorgemerkt werden. Der Rufbus ist zwischen 20.30 und 01.30 Uhr im Einsatz und er verkehrt nur im Stadtgebiet von Bozen. Die Vormerkungen müssen mindestens 24 Stunden vor der geplanten Fahrt über eine eigene App gemacht werden.

Ab Herbst verkehren drei Rufbusse. Es handelt sich um Kleinbusse mit 9 Sitzplätzen und vorzugsweise Elektromotor. Die Kosten für das Projekt belaufen sich im 1. Jahr auf 600.000,00 Euro. Das Land übernimmt 50% der Kosten.

Im Zuge der Pressekonferenz sagte Bürgermeister Corrarati, dass festgestellt wurde, dass die Zahl der Zelte an den Flussufern, vor allem am Eisack, zugenommen hat. Es wurden ca. 40 Zelte gezählt. Der Bürgermeister wird mit den zuständigen Stellen Kontakt aufnehmen, um eine Lösung zu finden.

“Wir haben hier ein Problem, das zwei Seiten hat, die aber eng miteinander verknüpft sind.“ erklärte der Bürgermeister. „Auf der einen Seite haben wir das Problem der Sicherheit für die Menschen, die in den Zelten am Flussufer schlafen. Für sie besteht eine Gefahr durch den

plötzlichen Anstieg des Wasserpegels des Eisacks. Auf der anderen Seite müssen wir an die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und der Gäste denken, die entlang der Flüsse unterwegs sind, z.B. auf den Radwegen.“

Daher wird Bürgermeister Corrarati die Einberufung des Landeskomitees für öffentliche Ordnung und Sicherheit beantragen, das beim Regierungskommissariat angesiedelt ist, um die Lage zu besprechen und nach einer Lösung zu suchen. Er wird auch mit den Zuständigen des Sonderbereiches Wildbachverbauung Kontakt aufnehmen, um zu erreichen, dass die Räumung von illegalen Schlafstätten an Flussufern zügiger erfolgen kann. „Wir hoffen, dass wir hier in Kürze eine Einigung finden, um schneller auf Entwicklungen wie diese reagieren zu können.“ sagte der Bürgermeister.

Und schließlich informierte der Bürgermeister über den Stand des Projekts für die Verlegung des Samstagmarktes am Siegesplatz. Die Probephase wird Anfang Juli starten. Sie sieht vor, dass die Verkaufsstände in der Freiheitsstraße und am Mazziniplatz aufgestellt werden, solange die Bauarbeiten am Siegesplatz andauern. Und die Gemeindeverwaltung ist dabei, die letzten Details der Vereinbarung zu klären, die die Nutzung des Gerichtsplatzes als provisorischen Parkplatz regelt. Der Gerichtsplatz soll als Ausweichparkplatz dienen, der von den Anrainern und Wirtschaftstreibenden genutzt werden kann, die von den Bauarbeiten, die einige Jahre dauern werden, betroffen sind.

Bezirk: Bozen

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