Verhandlungen zum neuen Kollektivvertrag

Öffentlicher Dienst: Leistungen stärker berücksichtigen

Dienstag, 14. Mai 2019 | 16:53 Uhr

Bozen – Nach einer ersten Verhandlungsrunde hat die Landesregierung heute die Richtlinien für die Verhandlungen des bereichsübergreifenden Kollektivvertrags (BÜKV) für den normativen und wirtschaftlichen Zeitraum 2019 bis 2021 gutgeheißen. “Neben einer monetären Aufwertung wollen wir mit umfangreichen zusätzlichen Anreizen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren tägliche Arbeit wertschätzen”, betont der Landeshauptmann, der für den Sachbereich Personal zuständig ist. Das Ziel sei es, das Land für seine aktiven und künftigen Bediensteten als attraktiven und sicheren Arbeitgeber zu festigen.

Vonseiten der öffentlichen Delegation wolle man künftig dem Leistungslohn ein stärkeres Gewicht beimessen. Zum umfangreichen Themenpaket, das in den kommenden Wochen von der öffentlichen Delegation mit Gewerkschaften diskutiert wird, zählen aber auch Maßnahmen zur Flexibilisierung der Arbeitszeiten sowie in den Bereichen Smart Working und Age-Management. “Die Alterspyramide unserer Mitarbeitenden macht deutlich, dass wir in den kommenden Jahren noch stärker als bisher auf die Bedürfnisse der älteren Mitarbeitenden Rücksicht nehmen müssen und werden. Darum wollen wir in den laufenden Verhandlungen gezielt strukturierte Maßnahmen für ältere Bedienstete diskutieren und erarbeiten. Gleichzeitig wollen wir den Landesdienst für Berufseinsteiger und jüngere Arbeitnehmende attraktiver gestalten. Somit können wir allen Bediensteten und ihren Bedürfnissen entgegenkommen und ein besseres Gleichgewicht zwischen den Generationen herstellen”, erklärt Generaldirektor Alexander Steiner, der die Verhandlungsdelegation des öffentlichen Dienstes anführt.

Zudem wolle man künftig den bereits eingeschlagenen Weg zusätzlicher, nichtmonetärer Lohnelemente weitergehen. So sei beispielsweise durch die Einführung des ergänzenden Gesundheitsfonds SaniPro im Vorjahr eine bedeutende Zusatzleistung für öffentlich Bedienstete eingeführt worden. Dabei können über 40.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst um die teilweise Rückerstattung der Kosten für unterschiedliche medizinische Leistungen (u.a. im Bereich der Zahnheilkunde, der Augenheilkunde und der Physiotherapie) ansuchen. Weitere fringe benefits, also Gehaltsnebenleistungen (z.B. Beteiligung beim Laborfonds, Essensgutscheine), sollten nun andiskutiert oder ausgebaut werden. “Bei den laufenden Verhandlungen ist es wichtig, dass wir umfassend über unterschiedliche Aspekte diskutieren und dennoch innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens uns auf einen gemeinsamen Nenner einigen. Unsere Mitarbeiter sind unser größtes Kapital, dessen sind wir uns bewusst, ebenso wie der Verantwortung, die wir als einer der größten Arbeitgeber in Südtirol haben”, hebt Generaldirektor Steiner hervor.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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15 Kommentare auf "Öffentlicher Dienst: Leistungen stärker berücksichtigen"


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JingJang
JingJang
Tratscher
11 Tage 1 h

Erhöhter Leistungslohn klingt zwar gut, nur die Unfrieden Steig enorm. Einerseits lassen sich diejenigen fallen die ihn nicht bekommen und der den erhöhten Leistungslohn bekommt, darf dann das doppelte tun und wird meist noch von den anderen gemobbt. Vorgesetzte im Land nutzen so auch Mitterbeiter für eigene Zwecke aus, dies alles spricht gegen sonderlöhne. Auch Laborfond, Essensgutschein und so weiter, könnte man besser verzichten und direkt im Gehalt aufrechne, weil dadurch ja extra Bürokratie endsteht die teurer ist, als sie den Einzelnen nützt.

Costa
Costa
Grünschnabel
10 Tage 22 h

Mehr Geld zu Monatsende anstatt verschiedene benefits wäre wahrscheinlich den meisten Angestellten lieber, weil es die Lebensplanung entschieden verbessert.

wellen
wellen
Superredner
11 Tage 58 Min

Den Leistungslohn als Prämie gibt es schon. er wird aber mehrheitlich per Gießkanne verteilt , ohne Transparenz, Kriterien, belohnt wird der Presenzialismus, der A…kriecher, bestraft die Teilzeitarbeiterin, na danke.

Audi
Audi
Superredner
10 Tage 22 h

I Tat sogn sport enk de Essensgutscheine und den gonzn Schmorrn … und geb ins mehr Geholt , nor sein olla zufriedener als iatz.

Geri
Geri
Superredner
10 Tage 10 h

Wäre auf jeden Fall gerechter.

Tante Mitzi
Tante Mitzi
Tratscher
10 Tage 22 h

welche Leistungen???

geforce
geforce
Neuling
10 Tage 21 h

Werd a höchste Zeit, dos Leistung belohnt werd. Ob jemond fleißig isch oder net interessiert in Vorgesetzten net, er selber Zohlt jo net! Ob mit die Faulen!!!
Gehalt von den Faulen ķürzen und in die fleißign gebn!!

peterle
peterle
Superredner
10 Tage 19 h

Frag mal Manchen der Angestellten wie Koordinatoren ihre Machtbefugnisse ausnützen. Wer den Militärdienst gemacht hat kann sich errinnern wie sich die Mareschalli wichtig machten nach Oben den Bückling machten und nach Unten austeilten. Koordinatoren sind oft das Letzte was an Wichtigmachern im öffentlichen Dienst wenig bis gar nicht kontrolliert werden. Ihre Aufgabe ist so manche Schweinerei nicht in die nächsten Hirachien nach Oben kommen zu lassen.

ma che
ma che
Tratscher
10 Tage 11 h

Und wer kontrolliert se? Es gib jo schu Leistungsprämien, de obr leidr nit di fleißign kriagn, sondrn dei, dei di Vorgsertzn in Or*** kriachn…

Geri
Geri
Superredner
10 Tage 10 h

Exakt! Liegt leider in der Natur des Menschen.

andr
andr
Superredner
10 Tage 11 h

Hahaha der Gedanke wäre nicht schlecht aber lässt ihn ja nicht von Bürokraten ausarbeiten denn schaut euch mal an wer alles individuelle Gehaltserhöhung bekommt, um nur ein beispiel zu nennen, die deppen arbeiten und irgendwann haben sie die Nase voll denn absahnen tun andere. Diejenigen die viel verdienen bekommen immer mehr weil alles auf den grundlohn berechnet wird eine Gehaltserhöhung einer putufrau macht 60€ aus und die eines führungspersonals 350€ also diejenigen die es am nötigsten hätten bekommen fast nix. Wenn da der Frust nicht steigt aber für was reg ich mich auf. Es hört doch keiner

Geri
Geri
Superredner
10 Tage 10 h

Besser hätte man es nicht beschreiben können.

Trotzerin
Trotzerin
Neuling
10 Tage 18 h

Nicht lange um den Brei herumreden . Wir wollen Fakten u. nicht schon wieder leere Versprechungen . Die Ausage …. das Kapital sind das Personal …klingt ja gut , aber bitte nicht damit nur schönreden ! Liebe Herren , wir sind nicht so dumm , daß wir alles glauben , was von euch vorgegaukelt wird . Also dann mal baldigst handeln u. nicht unnötige Zeit vergeuden!

Rosenrot
Rosenrot
Tratscher
10 Tage 12 h

@Tante Mitzi: Diese Frage stelle ich mir auch: von welchen Leistungen spricht man hier?

nuisnix
nuisnix
Superredner
10 Tage 10 h

Wenn bei der Gehaltsberechnung die Leistung stärker berücksichtigt werden soll, könnte es so manchem an den finanziellen Kragen gehen…

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