Von: luk
Bozen – Beim Südtiroler Sanitätsbetrieb haben sich in den vergangenen vier Jahren offene Forderungen in Millionenhöhe angesammelt. Laut Gesundheitslandesrat Hubert Messner wurden zwischen 2022 und 2025 Gesundheitsleistungen und Tickets im Ausmaß von 7,21 Millionen Euro nicht bezahlt. Die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit hatte eine entsprechende Anfrage gestellt.
Der Großteil – rund 5,35 Millionen Euro – entfällt auf unbezahlte medizinische Leistungen, knapp zwei Millionen Euro auf ausständige Ticketgebühren. Allein für 2025 belief sich der Rückstand zum Stichtag 31. Dezember auf 3,43 Millionen Euro, davon 1,09 Millionen Euro an offenen Tickets. Ein Teil der Summe könnte inzwischen beglichen worden sein.
Rund 60 Prozent der Außenstände gehen auf das Konto von in Südtirol ansässigen Patienten (4,39 Millionen Euro). Weitere 1,42 Millionen Euro betreffen EU-Bürger außerhalb Italiens, 876.000 Euro Nicht-EU-Bürger. Italienische Staatsbürger ohne Südtiroler Wohnsitz schulden dem Sanitätsbetrieb rund 525.000 Euro.
Die anfragende Partei Süd-Tiroler Freiheit fordert angesichts der hohen Rückstände die Einführung von Ratenzahlungen sowie ein effizienteres Mahnwesen, um Zahlungsausfälle – insbesondere bei Patienten ohne Wohnsitz in Südtirol – künftig zu verringern.




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