"Missbräuchliche Verwendung einer Wobi-Wohnung?"

Pöder: “Wobi vermietet Wohnung an Bauunternehmer”

Samstag, 13. Oktober 2018 | 12:14 Uhr

Bozen – “Das Wohnbauinstitut hat 2016 in Kastelruth eine Sozialwohnung an einen Bauunternehmer vermietet, der gleichzeitig vom Wobi einen lukrativen Bauauftrag erhalten hatte.” Darauf macht der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder, aufmerksam, der jetzt entsprechende Unterlagen erhalten hat.

“Laut einem Beschluss des Wobi-Verwaltungsrates unter Präsident Heiner Schweigkofler wurde einem Bauunternehmer aus Bozen, der vom Wobi den Auftrag zur Sanierung eines Wobi-Gebäudes in Kastelruth erhalten hatte, eine Wobi-Wohnung für die Dauer der Bauarbeiten vermietet. Gleichzeitig gab es eine Warteliste von einer Reihe von Familien, die in Kastelruth eine Wobi-Wohnung suchten“, unterstreicht Pöder.

„Im Beschluss wurde am Ende im Beschließenden Teil nicht einmal genaue Begrenzung der Mietdauer angegeben. Der Bauunternehmer zahlte etwas über 600 Euro Miete im Monat.“ Für Pöder hat der Verwaltungsrat des Wobi hier eindeutig sowohl das Statut als auch die gesetzlichen Grundlagen verletzt.

„Eine Baufirma gehört nicht zu den ‚ einkommensschwächeren Familien und Einzelpersonen‘, denen eine Wobi-Wohnung zugewiesen werden soll (laut Wohnbaugesetz Lg 98/13)“, so Pöder.
„Diese Vermietungspraxis an eine Baufirma ist zu untersuchen. Es ist die Frage, ob das häufiger vorkommt.“ Pöder wirft dem Wobi vor, zu wenig gegen die langen Wartelisten von Wohnungssuchenden zu tun.

„Seit 2016 verzichtet das Wobi  beispielsweise auf alle Anmietungen von konventionierten Wohnungen, die ihm angeboten werden müssen, um die Wartelisten abzubauen“, so Pöder.

Pöder fordert Wohnbauinstitut und Landesregierung nun auf, offenzulegen, ob es weitere Vermietungen an Baufirmen oder sonstige Unternehmen gegeben hat.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "Pöder: “Wobi vermietet Wohnung an Bauunternehmer”"


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m69
m69
Universalgelehrter
8 Tage 3 h

Ich sehe da kein Problem, wenn diese Vergabe zeitlich begrenzt ist, und die Miete korrekt verrechnet wurde, ist es eine win -win Situation.
Der Bauunternehmer kann kostengünstig seine Arbeiter ( denke nicht, dass der Unternehmer in dieser Wohnung wohnen wird) unterbringen.
Gleichzeitig gibt es weniger Verkehr, denn diese Arbeiter arbeiten praktisch vor Ort!

ich spreche da aus Erfahrung!

Grünschnabel
8 Tage 9 Min

@.69

geht’s noch ???

Familien warten und Du befürwortet so was 🙈

m69
m69
Universalgelehrter
7 Tage 22 h

@Robin Hood 

Versuche dich jetzt 10 Sekunden zurückzulehnen und denk mal nach.

Wenn dieser Bauunternehemer früher fertig wird mit diesen Wohnungen kommt nicht nur eine Familie in den Genuss, sonderen um einige mehr, oder etwa nicht?

Staenkerer
7 Tage 20 h

@m69 bis kastelruth isch es nit weit und dort gibs zum foll a viele hotels und pensionen, allso koan grund dort a wohnung zu bsetn um zeit zu sporn! wenn nor geats um geldsporn, und um sich nix!

Amadeus
Amadeus
Grünschnabel
7 Tage 22 h

Genau um solche Sachen aufzudecken und zu kontrollieren braucht Südtirol starke Oppositionen. Bravo Herr Pöder.

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
7 Tage 22 h

von bozen nach kastelruth sollte es ein bauunternehmer  schon noch täglich schaffen.
 viele südtiroler haben es weiter zum arbeitsplatz

longwolf
longwolf
Grünschnabel
7 Tage 20 h

die Vettern machen sich die Wirtschaft.

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