Strafprozesse gegen Umweltinstitut München und Schiebel

Prozess: Obstwirtschaft zieht Nebenklägerschaft zurück

Mittwoch, 26. Mai 2021 | 18:35 Uhr

Bozen – Die Südtiroler Obstwirtschaft will den Gerichtsweg verlassen: Landwirtschaftslandesrat Arnol d Schuler sowie die Obmänner der Erzeugerorganisationen ” Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften” (VOG) und “Verband der Vinschgauer Produzenten” (VIP), Georg Kössler und Thomas Oberhofer, haben ihre Ankündigung wahrgemacht und werden nicht mehr als Nebenkläger in den Strafprozessen gegen Karl Bär vom Umweltinstitut München und den Autor Alexander Schiebel auftreten.

Die Verantwortungsträger der Südtiroler Obstwirtschaft und 1371 Bauern hatten im Jahr 2017 die Strafanträge mitunterzeichnet. Nun wollen sie den Weg des Dialoges und des respektvollen Umganges gehen und sind daher bereit, ihre Strafanträge zurückzuziehen. Wie angekündigt, sind die Nebenkläger daher zurückge treten. Die schriftliche Mitteilung dazu erging am heutigen Mittwoch um 18.00 Uhr von ihren Anwälten an die Gegenseite.

Auch die 1371 Bauern haben mit ihrer Unterschrift zur Rücknahme der Starfanzeigen bekundet, diesen Weg mitgehen zu wollen. Nur zwei Strafantragsteller haben dem Aufruf bisher nicht Folge geleistet. Sollten die beiden bis zum Prozesstermin am Freitag weiterhin nicht einlenken, können die Verfahren formalrechtlich nicht gestoppt werden.

“Über Monate haben die Anwälte außergerichtlich beraten und schließlich vereinbart, dass man vom Gerichtssaal an einen Tisch des konstruktiven Dialogs wechseln will. Dieses Ziel verfolgen wir weiterhin”, erklärt Arnold Schuler. Weil zwei Bauern diesen Weg bislang nicht mitgehen wollten, bleibt der Fortgang des Verfahrens unklar. “Sollten die beiden auch beim Prozesstermin am Freitag noch bei ihrer Haltung bleiben, wäre dies sehr bedauerlich”, erklärt Arnold Schuler.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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20 Kommentare auf "Prozess: Obstwirtschaft zieht Nebenklägerschaft zurück"


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Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
16 Tage 23 h
Hallo nach Südtirol, es ist zum Verrücktwerden, es ist ein Verein, kein Institut. Offiziell “Münchener Umweltinstitut e.V.” Und auf deren Vereinsseite findet sich neben der üblichen Spendensammelei gerade ein vorgedrucktes Schreiben was das geneigte Fanvolk nur noch per Click&Paste abschicken braucht (Name und Wohnort werden automatisch ergänzt), so geht bequeme Volksempörung heute. https://www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/pestizidrebellen-vor-gericht.html Da sind dann schnell mal ein paar hunderttausend empörte Bürger zusammengetrommelt. Angefangen haben diese “Instituts-Herren” mit ihren Hetzplakaten in D um den Südtiroler Tourismus zu schädigen und irgendwie einen Fuss in diese Südtiroler Diskussion zu bekommen. Die haben die Bücher der Obstbauern bekommen, was haben sie aus… Weiterlesen »
Faktenchecker
16 Tage 21 h

Kurz gecheckt:

“Die Betriebshefte und die Einkaufsrechnungen der Pestizide

Die Kläger:innen fechten die Beschlagnahmungen an, die auf Antrag der Verteidigung des Beklagten von der Staatsanwaltschaft bei zwei der 1.300 Kläger:innen vorgenommen wurden: Deren Anwälte behaupten, dass die Beschlagnahme der Einkaufsrechnungen der Pestizide im Rahmen des Pestizidprozesses rechtswidrig war. Die Rechnungen wurden nach einer Hausdurchsuchung durch die NAS Carabinieri von der Staatsanwaltschaft den Prozessunterlagen beigefügt. Das Bozener Gericht lehnte den Antrag mit der Begründung ab, dass die Beschlagnahme von Beweismitteln rechtmäßig sei: Sowohl die Betriebshefte als auch die Einkaufsrechnungen bleiben aktenkundig.

19. Oktober 20”

https://www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/pestizidrebellen-vor-gericht.html

Oracle
Oracle
Tratscher
16 Tage 21 h

…. die Behandlungsaufzeichungen der Bauern werden 2mal pro Jahr geprüft, es gibt interne und externe Audits. Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass diese Vereinsangestellten aus München Gesetzesverstöße “in den Büchern” finden werden ……

Opa1950
Opa1950
Tratscher
16 Tage 21 h

Es ist schön wenn jemand dafür sorgt dass die Wahrheit ans Tageslicht kommt.

Oracle
Oracle
Tratscher
16 Tage 19 h

…. welche Wahrheit sollte es sein? Da werden 10-60 Pflanzenschutzmittel pro ha ausgebracht (immer weniger und gezielter). Verglichen mit den 700-1500 lt krebserregende Treibstoffe, die jeder Autofahrer/innen jährlich verbraucht und damit die Luft verschmutzt……

Mac
Mac
Tratscher
16 Tage 8 h

Und die bauern fohrn olle mit strom

Onlina
Onlina
Grünschnabel
16 Tage 22 h

Die Bauern haben erkannt das die Niederlage teuer wird. 

Ich spende für die.

Oracle
Oracle
Tratscher
16 Tage 20 h

…. die Bauern haben mehr Hausverstand als man meint. So ein pauschales Urteil. Wir kennen nicht die Abmachungen, die da getroffen wurden. Der Prozess zur Verwendung des geschützen Logos geht sowieso von Amtswegen weiter, oder?

Doolin
Doolin
Universalgelehrter
16 Tage 10 h

@Oracle …ma che figura!…
😆

MeineMeinung123
MeineMeinung123
Grünschnabel
16 Tage 23 h

Hoffentlich bleiben die beiden “Sturnig” – Ich persönlich möchte gerne den Film von Karl Bär über dieses Thema sehen! 🤞🏻 ☠️ 🎥 🎬

Faktenchecker
16 Tage 22 h

Sieh Dir schon mal den Trailer an. Den Film gab es mal kurzzeitig und offiziell frei zu sehen. Ich vermute nach dem Freispruch wird das wiedeer sein können.

http://wundervonmals.com/new-trailer/

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
16 Tage 21 h

Kalte Füße Bekommen

Oracle
Oracle
Tratscher
16 Tage 20 h

…. diese nicht-einheimischen Vereinsangestellten haben einen ganzen Erwerbszweig mehr als schlechtgeredet. Zeigen ein Foto einer Pflanzenschutzmittelbehandlng eines biodynamischen Weinbaubetriebes und bezichtigen dann den Obstbau…. Nicht gerade grosse Experten….und stellen sich dann als Unschuldslämmer dar…. naja

tom
tom
Universalgelehrter
16 Tage 22 h

wenn ich der Kalteder Bauer wäre, dessen Foto sie genommen haben, hätten sie noch ne Klage wegen Verleumdung und Verletzung des Urheberrechtes hängen. Oder haben sie ihn gefragt, was sie mit seinem Bild Vorhaben, sehr wahrscheinlich nicht

Sag mal
Sag mal
Kinig
16 Tage 10 h

NICHT JEDER ist käuflich!!!!Denen gehts um die Lebensqualität und das ist hierzulande bloss ein Fremdwort.

wiakimpdir4
wiakimpdir4
Superredner
16 Tage 18 h

Was werd do epper wieder gepacktelt worden sein, dass über 1000 Bauern ihre Unterschrift zurückziehen? I hoff de 2 bleiben bei ihrer Meinung

peterle
peterle
Universalgelehrter
16 Tage 8 h

Sind halt Sklaven des eigenen Wirtschaftssystems. Bei den jährlichen Versammlungen sprechen und entscheiden auch nur Wenige. Der Rest muss zustimmen.

tucano2
tucano2
Grünschnabel
16 Tage 10 h

…hätte man von Anfang an den Weg des Dialogs gesucht, hätte man sich viel Geld und Ärger gespart!

Mac
Mac
Tratscher
16 Tage 9 h

Iats homs die Bauern a verstondn daß des fir sui teiglisch noch hintn lousgian konn, besser iats zrug ziachn als nochher nou mear puff

So ist das
16 Tage 11 h

Soviel zum Thema, werden durchhalten und kämpfen 😂

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