Fonds wird mit den rückerstatteten Politikerrenten gespeist

Regionalfonds: 59 Projekte mit 17 Millionen Euro finanziert

Freitag, 10. August 2018 | 18:53 Uhr

Bozen – Etwas mehr als vier Jahre nach Schaffung des regionalen Fonds zur Unterstützung der Familien und der Beschäftigung zieht die Region nun Zwischenbilanz: Mit diesem Fonds, der aus den rückerstatteten Leibrenten der amtierenden und ehemaligen Regionalratsabgeordneten gespeist wird, werden Maßnahmen und Projekte zur Unterstützung der Familien, Projekte für mehr Beschäftigung und Projekte im Sozialbereich finanziert, die Südtirol und das Trentino vorschlagen.

Insgesamt wurden in den vergangenen vier Jahren rund 17,26 Millionen Euro für diese Projekte verwendet. In Südtirol wurden 14 Projekte im Bereich Beschäftigung finanziert (3,25 Millionen Euro), elf Projekte betrafen den Bereich Soziales (2,2 Millionen Euro) und neun die Familie (3,17 Millionen Euro). Etwas mehr als 20.000 Euro wurden keinem Projekt zugewiesen. Im Trentino dagegen wurden 4,31 Millionen Euro für den Bereich Beschäftigung (neun Projekte) und je 2,16 Millionen Euro für Initiativen im Sozial- und Familienbereich bereitgestellt. Im Sozialen wurden damit zehn Projekte auf den Weg gebracht, im Familienbereich sechs.

Insgesamt wurden also 59 Projekte mit Geldern aus diesem Fonds finanziert. Um die größtmögliche Transparenz zu gewährleisten und es den Bürgern zu ermöglichen, die Verwendung der Mittel nachzuvollziehen, sind sie alle auf der Webseite der Region aufgelistet. “Viele dieser Projekte sind sehr innovativ und haben schon zu guten Ergebnissen geführt”, erklärt Regionalassessorin Violetta Plotegher. Im Bereich Beschäftigung, sei Projekten zur Schaffung neuer Arbeitsplätze Vorrang gegeben worden. Insbesondere habe man Initiativen unterstützt, die Bürgerinnen und Bürger erreichen, die von bestehenden Maßnahmen kaum oder überhaupt nicht erreicht wurden. “Am gleichen Prinzip haben wir uns auch bei der Finanzierung der Projekte zur Unterstützung der Familien orientiert: Wir haben denjenigen den Vorrang gegeben, die nicht bereits im Rahmen der Sozialpolitik der beiden Provinzen berücksichtigt wurden”, hält Plotegher fest.

Derzeit befinden sich die Projekte in der Abrechnungsphase. Es ist auch weiterhin die Aufgabe des Garantenkomitees, die Durchführung der Projekte im Hinblick auf die Erreichung der vorgegebenen Ziele zu überwachen und über die Projekte des Fonds zu informieren.

Von: bba

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "Regionalfonds: 59 Projekte mit 17 Millionen Euro finanziert"


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Mauler
Mauler
Tratscher
7 Tage 4 Min

Do sig man amol wiaviele Projekte man realisieren konn, wenn sich insere Häuptlinge net so berreichern tatn!
Lei de tian gleich weiter wia davor, hobn von die olten Häuptlinge brav glernt!

dom99
dom99
Grünschnabel
6 Tage 23 h

iatz sollet man wohrscheinlich klotschn? Schsugn ob sich die leit im hebst no drun erinnern? Für mi olm no unbegreiflich eia man sich so schamlos bereichrn konn…

m69
m69
Universalgelehrter
6 Tage 23 h

Gute Sache! 👍

Staenkerer
6 Tage 21 h

beschämend wos a kloaner haufn “perfie …äh personen mit ihrer geldgier zu verhindern versucht hobn!
un olles solche de sich “zum wohle des volkes (welch ironie, welch widerspruch)” wähln glossn hobn!
na, pfui 👹!
i hoff das in naher zukunft no viiiiiieeeele solche gelder in gute proiekte fließen!

So ist das
So ist das
Superredner
6 Tage 12 h

Der Rentenskandal wird die Politikerkaste Südtirols immer belasten und nie vergessen, denn es war und ist eine Bereicherung zu lasten der ehrlich arbeitenden Steuerzahler, eine der vielen, aber eine der teuersten und frechsten. Wo gibt es denn Rentenvorauszahlungen ausser für Politiker?
Dass diese an sich gute Nachricht wieder mal zufällig vor den Wahlen zu lesen ist, schmälert ihren Wert. Aber was macht man nicht alles, dass eine bestimmte Partei und nicht das Land gut dasteht.

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