Russland greift die Ukraine immer wieder mit Drohnen an (Archivbild)

Russische Drohnenangriffe töten zwei Frauen in der Ukraine

Freitag, 21. August 2026 | 10:34 Uhr

Von: importer

Russland hat mit Drohnenangriffen nahe seiner Grenze im ostukrainischen Gebiet Charkiw nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet. Bei der Attacke mit sechs Drohnen auf das Dorf Lebjaschje seien zwei Frauen im Alter von 66 und 73 Jahren getötet und zwei weitere Menschen verletzt worden, teilte Charkiws Militärgouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Es seien fünf Häuser in Brand geraten, drei zerstört und viele weitere beschädigt worden.

Die Region ist besonders oft das Ziel von russischen Angriffen in dem seit viereinhalb Jahren andauernden Krieg. Nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr setzte Russland gegen das Land insgesamt 135 Drohnen ein, davon seien 107 abgeschossen worden.

Grenzübergang zu Moldau beschädigt

Zudem wurde bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Region Odessa in der Nacht auf Freitag ein Grenzübergang zu Moldau beschädigt. Der Passagier- und Fahrzeugverkehr am Kontrollpunkt Tabaky wurde eingestellt und auf andere Übergänge umgeleitet, wie der ukrainische Grenzschutz auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilte. Die moldauischen Behörden seien über die Situation informiert.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe gegen einen russischen Angriffskrieg. Bei einer Beilegung des Ukraine-Konflikts sieht Moskau vor allem die USA in der Pflicht, wie der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow am Freitag bekannt gab. Es sei entscheidend, inwieweit Washington seinen Einfluss auf die Regierung in Kiew und deren europäische Unterstützer geltend mache, erklärte er in einem Interview mit dem Medienportal News.ru. Zwar zeigten die USA Bereitschaft zu einem “konstruktiven Dialog”, neue Vorschläge zur Konfliktlösung müssten jedoch die “Realitäten vor Ort” widerspiegeln.

Kiew wehrt sich mit Gegenschlägen – Ölraffinerie in Russland brennt

Bei Gegenschlägen, mit denen die Ukraine auf die Angriffe antwortet, hat Kiew erneut Hunderte Drohnen gegen russische Ziele eingesetzt. Die russische Flugabwehr meldete in nicht überprüfbaren Angaben, sie habe 325 ukrainischen Drohnen abgeschossen.

In Moskau stellten wegen Luftalarms mehrere Flughäfen vorübergehend den Betrieb ein. In der Region Perm weit im russischen Hinterland – rund 1.000 Kilometer Luftlinie nordöstlich von Moskau – wurde Medien zufolge eine Ölraffinerie getroffen. Es kam demnach zu einem Brand.

Kampf um Treibstoffversorgung

Kiew greift in seinem Abwehrkampf immer wieder gezielt Anlagen der russischen Ölindustrie an, um damit der Kriegswirtschaft des Landes zu schaden. Durch die Attacken gibt es zudem eine Kraftstoffkrise im Land; Tankstellen haben oft kein Benzin – oder rationieren die Mengen. Kremlchef Wladimir Putin, der den Krieg gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 begonnen hatte, räumte diese Woche erneut Probleme und Schäden durch die ukrainischen Angriffe ein. Er behauptete aber, die Lage sei nicht kritisch und insgesamt unter Kontrolle.

Umgekehrt haben russische Angriffe in den vergangenen sechs Monaten mehr als 300 Tankstellen in der Ukraine beschädigt oder zerstört. Das teilte Energieminister Denys Schmyhal im ukrainischen Parlament mit. “Dies sind natürlich erhebliche Verluste für unsere Wirtschaft”, sagte er.

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen