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Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat zusammen mit seiner Ehefrau Doris Schmidauer Dienstagmittag in Innsbruck Staatsoberhäupter aus fünf deutschsprachigen Ländern zu ihrem traditionellen Treffen begrüßt. Den Auftakt der zweitägigen Zusammenkunft in Tirol bildete ein gemeinsames Arbeitsmittagessen am geschichtsträchtigen Bergisel im Restaurant 1809 oberhalb der Stadt. Danach ging es gemeinsam auf den Stubaier Gletscher.
An dem Treffen unter dem Motto “Zusammenhalt in Europa” nahmen Belgiens König Philippe, Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, Großherzog Guillaume von Luxemburg und der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin teil. Auch deren Ehefrauen waren in Van der Bellens Heimat zugegen.
Unter großem Polizeiaufgebot samt Hubschrauber- und Drohneneinsatz versammelten sich die sechs Staatsoberhäupter mit ihren Partnerinnen bei “Kaiserwetter” vor dem “Tirol Panorama” zunächst zum Fototermin. Das “Tirol Panorama” mit “Kaiserjägermuseum” ist vor allem für das Innsbrucker Riesenrundgemälde bekannt. Dieses zeigt die dritte Schlacht am Bergisel von 1809. Danach begaben sich die Ehrengäste zum Arbeitsmittagessen ins dortige Restaurant 1809. Abseits der Presse tauschten sich dort nicht nur die Politiker aus – auch die Gattinnen sollten zu Wort kommen, wie es im Vorfeld hieß. Pressestatement war, wie auch im weiteren Verlauf des Treffens, keines vorgesehen.
Auf den Bergisel folgte die Gletscherfahrt
Am frühen Nachmittag ging es dann in luftige Höhen: Die teils royalen Staatsoberhäupter fuhren nämlich im Kollektiv auf den Stubaier Gletscher. Los ging es – wieder begleitet von großem Polizeiaufgebot – gegen 14.45 Uhr mit einem Bus, der vor dem Restaurant 1809 auf die Ehrengäste wartete und diese ins Stubaital kutschierte. Auch sowohl auf der Brennerautobahn (A13) als auch auf der Stubaitalstraße (B 183) war die Präsenz der Exekutive neben den Fahrbahnen entsprechend beträchtlich.
Nach der Busfahrt brachten zunächst Eisgratbahn und dann Schaufeljochbahn den hohen Besuch auf den Stubaier Gletscher, genauer gesagt auf die dortige Aussichtsplattform “Top of Tyrol” auf 3.210 Metern Seehöhe. Von der Bergstation waren nach den zwei Gondelfahrten nur noch ein paar Meter und einige Stiegen per pedes zu bewältigen, die zuerst Bundespräsident Van der Bellen und Ehefrau in Angriff nahmen. Als Zweite folgten der deutsche Bundespräsident Steinmeier samt Gattin Elke Büdenbender. Die weiteren Staatsgäste gingen nur mit knappem Abstand im Windschatten der beiden Bundespräsidenten.
Auf der Aussichtsplattform angekommen, stellten sich schließlich sämtliche Ehrengäste ausgiebig dem Blitzlichtgewitter der dort bereits wartenden Medienvertreter. Statement gab es keines, Steinmeier ließ sich aber zumindest zu einem “Hallo, guten Tag” hinreißen. Danach, nach dem gemeinsamen “Familienfoto”, waren die Medien eher Nebensache. Im Mittelpunkt standen vielmehr Landschaft, Berge und Gletscher. Gletscherforscherin Andrea Fischer erklärte den Staatsoberhäuptern jedenfalls gestenreich – und unter deren sichtlichem Interesse – was von der Aussichtsplattform alles in den Blick kam und beachtenswert war. Wenig später traten die sechs Staatsoberhäupter schließlich bereits die Rückfahrt ins Tal an.
“Landesüblicher Empfang” am Abend
Am Abend folgt dort im Tal, genauer in Innsbruck, schließlich noch Traditionelles: Vor der Innsbrucker Hofburg wird der “Landesübliche Empfang” für die Staatsgäste über die Bühne gehen. Am Mittwoch werden sich die hohen Gäste dann ins Tiroler Unterland begeben und das derzeit laufende Europäische Forum Alpbach beehren. Im dortigen Congress Centrum ist eine Arbeitssitzung zum themenverwandten EFA-Jahresmotto “How Europe wins” vorgesehen. Schließlich wollen sich die Oberhäupter noch mit Stipendiatinnen und -Stipendiaten aus ihren jeweiligen Heimatländern austauschen. Das bisher letzte Treffen der deutschsprachigen Staatsoberhäupter hatte fast genau vor einem Jahr in Bad Ragaz im Kanton St. Gallen in der Schweiz stattgefunden, im Jahr 2019 war man zuletzt in Österreich, nämlich in Linz.




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