Entwicklungsflächen und Wohnbauprojekte

Stadt Bozen und IPES im Austausch

Freitag, 06. Februar 2026 | 10:45 Uhr

Von: Ivd

Bozen – Im Rathaus hat am Nachmittag ein Arbeitstreffen zwischen der Stadt Bozen und dem Wohnbauinstitut IPES stattgefunden. Thema waren die Raumplanung und der öffentliche Wohnbau. An dem Treffen nahmen Bürgermeister Claudio Corrarati, Vizebürgermeister und Urbanistikreferent Stephan Konder, IPES-Präsidentin Francesca Tosolini, die Direktorin der Abteilung Wohnungswesen und Mietangelegenheiten Barbara Tschenett sowie der technische Direktor Dietmar Hafner teil. Für die Stadt Bozen waren außerdem der Direktor der Abteilung Raumplanung und Gebietsentwicklung, Architekt Paolo Bellenzier, sowie die Leiterin des Amtes für Raumplanung, Architektin Alessandra Montel, anwesend.

Das Treffen wurde von beiden Seiten als positiv und konstruktiv bewertet. Im Mittelpunkt standen verschiedene Entwicklungshypothesen sowie jene Flächen im Gemeindegebiet, auf denen laufende oder künftige Wohnbauprojekte vorgesehen sind.

Bezüglich des Bereichs Aslago in der Aslagstraße, wo derzeit 55 Wohnungen bestehen, bekräftigte die Stadt ihre Bereitschaft, die Baudichten neu zu bewerten. Gleichzeitig wurde klargestellt, dass für eine gemeinsame Planung ein eindeutiger Entscheidungsrahmen sowie ein klarer Ansprechpartner erforderlich sind. Da die Eigentumsfragen zwischen IPES und den privaten Miteigentümern weiterhin ungeklärt sind, konnte keine Einigung erzielt werden. Das ursprünglich vorgesehene Projekt mit rund 160 Wohnungen kann daher in der zunächst geplanten Form nicht umgesetzt werden. IPES teilte mit, dass sich das Projekt derzeit in einer Überarbeitungsphase befindet und in den kommenden Monaten ein neuer Vorschlag vorgelegt wird. In dieser Phase, so wurde betont, bleibt die Rolle der Stadt auf die Planungsebene beschränkt.

Zur Fläche des ehemaligen Hotels „Bagni di Zolfo“ wurde festgehalten, dass das Land Südtirol noch keine Entscheidung über die künftige Nutzung getroffen hat. Insbesondere ist noch zu klären, ob eine Umwidmung in eine Wohnanlage mit der Funktion eines „Arbeiterwohnheims“ für temporäre Unterkünfte vorgesehen ist oder ob alternative Lösungen verfolgt werden. Eine Entscheidung wird im Februar erwartet. Das Areal könnte die Errichtung von etwa 35 Wohnungen ermöglichen.

Für die sogenannte „Holzturm“-Wohnanlage im Bereich Drusus Ost bei den Grieser Auen befinden sich die Arbeiten derzeit in der Vergabephase. Der Baustart ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Vorgesehen sind 28 Wohnungen sowie 35 Stellplätze. Thematisiert wurde auch eine mögliche „zweite Turmstruktur“ in Firmian, wo gemeindeeigene Flächen und eine verbleibende Kubatur im Eigentum des Landes zur Verfügung stehen. Das Land hat bereits seine Bereitschaft signalisiert, dort durch IPES acht bis zehn Sozialwohnungen errichten zu lassen.

Besprochen wurde zudem die Situation des Gebäudes in der Maso-della-Pieve-Straße, bekannt als ehemaliges „3 Gobbi“, das derzeit als Arbeiterwohnheim genutzt wird. Das Projekt sieht den Abbruch und Neubau des Gebäudes vor; IPES hat bereits das Verfahren zur Vergabe der Planungsleistungen für rund 25 Wohneinheiten eingeleitet. Hinsichtlich des Areals der ehemaligen Gorio-Kasernen wurde auf einen landeseigenen Teil hingewiesen, auf dem der Bau eines IPES-Gebäudes möglich wäre. Die Planungen hierzu laufen derzeit.

Abschließend wurde das sogenannte „Apfelgarten“-Areal in der Reschenstraße thematisiert, das IPES bereits im Jahr 2001 erworben hat und derzeit als landwirtschaftliche Grünfläche ausgewiesen ist. Eine mögliche Umwidmung kann erst nach Abschluss des neuen Gemeindeentwicklungsprogramms geprüft werden, in dessen Rahmen gegebenenfalls Anpassungen der Raumordnungsinstrumente vorgenommen werden.

Bürgermeister Corrarati, Vizebürgermeister Konder und IPES-Präsidentin Tosolini betonten die Bedeutung eines kontinuierlichen und konstruktiven Austauschs zwischen den Institutionen. Treffen dieser Art sollen künftig regelmäßig stattfinden, um eine enge Abstimmung in der Wohnbau- und Stadtentwicklungspolitik sicherzustellen.

Bezirk: Bozen

Kommentare

Aktuell sind 1 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen