Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit hat anlässlich des 80. Jahrestags des Gruber-Degasperi-Abkommens scharfe Kritik an der aktuellen Autonomiepolitik geübt und betont, dass eine echte Zukunft für Südtirol nur durch Unabhängigkeit von Italien gesichert sei.
Bei einer Pressekonferenz warfen die Landtagsabgeordneten Bernhard Zimmerhofer, Myriam Atz, Hannes Rabensteiner und Sven Knoll der SVP vor, ihren Gründungsauftrag zum Schutz der deutschen und ladinischen Minderheit zu vernachlässigen und zunehmend mit politischen Kräften zusammenzuarbeiten, die die Autonomie historisch bekämpft hätten.
Sie verwiesen auf konkrete Gefährdungen wie die geplante Zerschneidung des Senatswahlkreises Bozen-Unterland, die Aufweichung der Muttersprachenregelungen und des ethnischen Proporzes sowie die jüngste Autonomiereform. Die Süd-Tiroler Freiheit forderte die SVP auf, im Falle eines Festhaltens an der Wahlkreisreform die Koalition mit Fratelli d’Italia und Forza Italia in Bozen zu beenden, und brachte einen eigenen Landtagsantrag gegen die Neueinteilung der Senatswahlkreise ein.




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