Von: Ivd
Bozen – Südtirol investiert weiterhin entschlossen in nachhaltige Mobilität und stärkt damit seine Rolle als Vorreiter-Region im nachhaltigen Mobilitätswandel. Mit dem Projekt Hydrogen Adige Valley (HAV), das von SASA und Alperia gemeinsam mit der Autonomen Provinz Bozen vorangetrieben wird und ein Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 35 Millionen Euro umfasst, entsteht ein integriertes System, das technologische Innovationen in der Wasserstoff- und Photovoltaikenergie-Erzeugung verbindet.
Das Ziel ist klar: die Emissionen des öffentlichen Verkehrs zu senken und Infrastrukturen im Dienste der Gemeinschaft auszubauen. Die Wasserstoffproduktionsanlage mit einer Leistung von 2 MW wird eine geschätzte Tagesproduktion von rund 300 Kilogramm Wasserstoff gewährleisten.
Das Projekt gehört zu den durch den PNRR – Piano Nazionale di Ripresa e Resilienza (Nationalen Aufbau- und Resilienzplan) finanzierten Initiativen und ist ein zentraler Baustein der Landesstrategie, den öffentlichen Verkehr zunehmend effizienter, sauberer und zukunftsorientierter zu gestalten. Der Plan sieht die Fertigstellung des HAV-Zentrums bis zum 30. Juni 2026 vor.
Wasserstoff und Elektroantrieb für eine immer grünere Mobilität
Hydrogen Adige Valley sieht den Bau einer lokalen Wasserstoff-Produktionsanlage in Bozen Süd vor, ergänzt durch eine eigene Photovoltaikanlage, die mit einer Leistung von 1,8 Megawatt begleitet wird. Ein Teil der dort erzeugten erneuerbaren Energie wird für die Wasserstoffproduktion genutzt, die wiederum die Busse des öffentlichen Nahverkehrs versorgt – mit Tankstellen in Bozen und Meran.
Es handelt sich um ein konkretes Pilotprojekt der Integration von sauberer Energieerzeugung und Mobilität, das darauf abzielt, die Umweltbelastung der öffentlichen Verkehrsmittel und generell der Straßenfahrzeuge zu reduzieren, die täglich Südtirol und die Brennerachse durchqueren.
Dieser pragmatische und technologisch offene Ansatz, der gleichzeitig auf Elektro- und Wasserstoffbusse setzt, verfolgt das Ziel, für die unterschiedlichen Linien – städtisch und außerstädtisch – jeweils die am besten geeignete Lösung einzusetzen. Zudem betrifft der Übergang zu einer emissionsfreien oder emissionsarmen Flotte nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die Infrastruktur und die Ausbildung des Personals, beides entscheidend für einen langfristig zuverlässigen und nachhaltigen öffentlichen Dienst.
Nach der Konsolidierung des Projekts ist außerdem geplant, die auf dem Gebiet verteilten Wasserstofftankstellen auch Privaten und Transportunternehmen zur Verfügung zu stellen.
Eine gemeinsame Vision für die Mobilität der Zukunft
Mit Hydrogen Adige Valley bekräftigen SASA, Alperia und die Autonome Provinz Bozen ihre gemeinsame Vision: heute in Innovation und Nachhaltigkeit zu investieren, um ein modernes, effizientes und an den europäischen Klimazielen ausgerichtetes öffentliches Verkehrssystem aufzubauen.
Ein Engagement mit Blick in die Zukunft, das zeigt, wie nachhaltige Mobilität nicht nur ein ökologisches Ziel, sondern auch eine Entwicklungschance für das gesamte Gebiet sein kann.




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