Informationsveranstaltung in Terlan

Südtirol und EUROPA: “Eine Beziehung mit Zukunft”

Samstag, 11. Mai 2019 | 17:32 Uhr

Bozen – Wieviel Europa braucht Südtirol und warum Europa Südtirol braucht, darum ging es am Abend des 8. Mai bei einer Informationsveranstaltung im Pfarrsaal von Terlan. Geladen hatte die unabhängige Bürgerliste Zukunft Terlan. Gekommen waren zahlreiche Interessierte. Der Anlass: zu den bevorstehenden EU-Wahlen zu informieren und zu diskutieren – mit Experten und Kandidaten. Die Expertise kam von Eurac Research, die sich seit Jahrzehnten mit europäischen Themen beschäftigt.

Wie ist die EU entstanden? Welchen Geist verkörperten die Gründerväter? Welche europäischen Institutionen gibt es und wie kann Südtirol sich einbringen? Antworten auf solche und ähnliche Fragen gab Elisabeth Alber, die zum Föderalismus im internationalen Vergleich an der Eurac Research forscht. Ihr Eurac-Kollege Günther Rautz, Leiter des Institutes für Minderheitenrecht, aus Kärnten und seit über zwanzig Jahren in Südtirol, zeigte in der Folge Beispiele für den Minderheitenschutz in der EU auf. Sein Credo: “Wenn wir Südtirols Autonomie als Vorbild darstellen, dann stärken wir auch unsere Eigenständigkeit und internationale Anerkennung.”

Im zweiten Teil des Informationsabends, moderiert von Josef Bernhart vom Eurac-Institut für Public Management, standen zwei Spitzenkandidaten zu den EU-Wahlen Rede und Antwort. Renate Holzeisen vom Team Köllensperger und Norbert Lantschner von den Grünen. Die Themen reichten von der Klimakrise bis zur europäischen Steuergesetzgebung. Auch die Frage nach lokalen Koalitionen wurde gestellt. Am Ende stand die Einsicht aller, dass auch ein kleines Land wie Südtirol mit vereinten Kräften zum europäischen Geist beitragen kann, der sich als Friedensprojekt versteht und nur so eine Zukunft hat.

 

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

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