Erneut russische Attacke auf Region Kiew

Tote bei russischem Angriff in Region Kiew

Mittwoch, 28. Januar 2026 | 11:39 Uhr

Von: APA/Reuters/dpa

Bei landesweiten russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Nacht auf Mittwoch nach Behördenangaben zwei Menschen in der Region Kiew getötet worden. Ein Elternpaar sei ums Leben gekommen, teilte der örtliche Gouverneur, Mykola Kalaschnyk, mit. Vier weitere Menschen, darunter zwei Kinder, hätten medizinische Hilfe in Anspruch genommen. Im südlichen Gebiet Dnipropetrowsk wurde ein Mann getötet. Auch die südliche Hafenstadt Odessa wurde erneut angegriffen.

Die ukrainische Luftwaffe erklärte, Russland habe eine ballistische Rakete vom Typ Iskander-M und 146 Drohnen in der Region Kiew eingesetzt. Davon seien 103 Drohnen von der Luftabwehr abgefangen worden. In der Hauptstadt selbst wurde ein 17-stöckiges Wohnhaus getroffen, wobei es zu leichten Schäden am Dach und an Fenstern kam.

In Dnipropetrowsk wurde ein Mann getötet und sieben Menschen wurden verletzt, wie Militärgouverneur Olexander Hanscha mitteilte. Dem Militärchef von Odessa, Serhij Lysak, zufolge wurden bei den Angriffen auf die Stadt am Schwarzen Meer drei Menschen verletzt. Zudem sei die Hafeninfrastruktur in der umliegenden Region beschädigt worden, teilte Regionalgouverneur Oleh Kiper mit. Ein Wohnhaus und Gebäude in der Nähe eines orthodoxen Klosters seien ebenfalls beschädigt worden. Nachdem bei einem Drohnenangriff in der Nacht auf Dienstag drei Menschen getötet worden waren, hatte Odessa einen Trauertag ausgerufen.

In der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih wurden bei einem Raketenangriff zwei Menschen verletzt. In Saporischschja im Südosten des Landes wurden nach Angaben des Gouverneurs Iwan Fedorow vier Menschen verletzt und mindestens zwölf Wohngebäude beschädigt.

Weiterhin kaum Strom in Kiew

In mehreren Regionen des Landes gebe es wegen der Angriffe Notabschaltungen der Stromversorgung, teilte der staatliche Versorger Ukrenergo mit. In Kiew waren nach Angaben von Energieminister Denys Schmyhal von Dienstagabend immer noch 710.000 Verbrauchsstellen ohne Strom. Dringendste Aufgabe sei dort, wieder zu einem verlässlichen Wechsel von Versorgung und Abschaltungen zu kommen.

Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben in der Nacht 137 russische Drohnen, von denen 103 ausgeschaltet worden seien.

Ihrerseits griff die Ukraine die Stadt Sewastopol auf der besetzten Halbinsel Krim und mehrere russische Regionen mit Drohnen an. Es gab aber keine Angaben zu größeren Schäden. Das ukrainische Militär griff eigenen Angaben zufolge in der Nacht das Öllager Chocholska in der russischen Oblast Woronesch an. Dabei hätten sich Ölprodukte entzündet, teilt das Militär in einer Erklärung auf der Telegram-App mit. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien nachts 75 ukrainische Drohnen abgefangen worden.

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