„Weniger ist mehr“

Tourismus: Heimatpfleger sehen die Grenze des Wachstums

Montag, 10. Dezember 2018 | 11:52 Uhr

Bozen – Der Tourismus in Südtirol boomt, jedes Jahr gibt es neue Zuwächse und Rekordzahlen. Alleim im Sommerhalbjahr 2018 wurde ein Plus von zwei Prozent verzeichnet. Doch laut dem Heimatpflegeverband hat dieser Boom auch seine Schattenseiten.

Der Verband appelliert an Politik und Wirtschaft: Die Grenzen des Wachstums im Tourismus seien erreicht.

Dieses Wachstum bedarf allzu vieler Gäste, es produziert zu viel Beton und  zu viele Betten; dieses Wachstum produziert bedrohlich anschwellende Verkehrslawinen, denn nur zehn bis 15 Prozent der Touristen erreichen Südtirol mit öffentlichen Verkehrsmitteln; dieses Wachstum lässt die Preise auf Kosten der Ansässigen steigen; dieses Wachstum bringt insgesamt einen erhöhten Verbrauch von Landschaft und Ressourcen mit sich und eine größere Belastung des Gebietes und der Umwelt. Und bedenklich ist: Das neue Landesgesetz für Raum und Landschaft vom Juni 2018 hat schon die Weichen für eine weitere rasante Tourismusentwicklung gestellt“, erklärt der Heimatpflegeverband.

Die Heimatpfleger rufen zum Maßhalten und Gegensteuern auf, und zwar in Richtung sanfte Mobilität und Klimaland.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Tourismus: Heimatpfleger sehen die Grenze des Wachstums"


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Landschaftspfleger
1 Monat 6 Tage

Bin ich voll dafür, es braucht nicht immer noch mehr: noch mehr Touristen, noch mehr Freizeitangebote, noch mehr Steuern, noch mehr Ämter, noch mehr Projekte, noch mehr Großraubtiere, noch mehr Zettelwirtschaft usw..
Ich bin für eine bodenständige, ehrliche, gerechte und natürliche Wirtschaft in allen Bereichen.

wellen
wellen
Superredner
1 Monat 6 Tage

Bravo Frau Plaikner Sie haben sich nicht von der SVP kaufen lassen

Calimero
Calimero
Superredner
1 Monat 6 Tage

Heimatpflegeverband ?

Paul
Paul
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Profitgier kennt keine Grenzen ….
besinnliche , südtiroler Weihnachtmärkte sind. das beste Beispiel

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