Von: importer
US-Präsident Donald Trump hat eine Gedenkfeier zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 dazu genutzt, um den Iran-Krieg zu verteidigen. “Wir werden niemals, niemals vergessen. Deshalb kämpfen wir heute. Wir haben keine Wahl. Es kann nur den Sieg geben”, sagte der Republikaner in seiner Rede auf der Gedenkveranstaltung am Hauptsitz des Verteidigungsministeriums bei Washington, dem Pentagon. Der Iran werde nie eine Atomwaffe besitzen.
Trump ergänzte: “Wir würdigen die Soldaten, die gerade jetzt dafür sorgen, dass der weltweit führende Unterstützer des Terrors, die Islamische Republik Iran, niemals eine Atomwaffe besitzen wird.” Verteidigungsminister Pete Hegseth, der sich selbst Kriegsminister nennt, hatte zuvor in seiner Rede auf der Gedenkfeier gesagt, man habe in den vergangenen sechs Monaten den weltweit bedeutendsten staatlichen Sponsor des Terrorismus in Schutt und Asche gelegt.
JD Vance in New York
Vor 25 Jahren starben bei den Terroranschlägen fast 3.000 Menschen, als Terroristen des islamistischen Netzwerks Al-Kaida vier Passagierflugzeuge entführten und zwei davon in die Türme des World Trade Centers in New York steuerten. Ein weiteres Flugzeug traf das Pentagon bei Washington. Dort starben allein 184 Menschen. Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab, nachdem die Passagiere Widerstand gegen die Entführer geleistet hatten.
In New York verlasen Angehörige am Morgen am Ort der zerstörten Zwillingstürme des World Trade Centers die Namen der Getöteten. Während der Anschläge war George W. Bush Präsident der USA. Er rief danach den Kampf gegen den internationalen Terror aus. Bush nahm an der Gedenkfeier in New York teil, ebenso die früheren US-Präsidenten Barack Obama, Joe Biden, Bill Clinton und der amtierende Vize-Präsident JD Vance.
Im Vorfeld hatten Medien spekuliert, ob Trump ursprünglich die Idee gehabt haben könnte, nach New York zu kommen. Die “New York Times” hatte unter Berufung auf vier namentlich nicht genannte Personen berichtet, dass der Präsident zur Gedenkveranstaltung am Ground Zero in Manhattan gehen wollte. Er habe den Wunsch gehabt, eine Rede zu halten. Bei der Gedenkzeremonie am Ground Zero – dem heutigen Gedenkort am früheren Standort der Zwillingstürme – werden allerdings seit Jahren keine Reden von Politikern gehalten. Trump hatte den Bericht der Zeitung als falsch zurückgewiesen. Er sprach von einer erfundenen Geschichte. CNN hatte ähnlich wie die Zeitung berichtet.
Stocker: Wendepunkt in der Geschichte
Für ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker markiert der 11. September 2001 bis heute einen Wendepunkt in der Geschichte, “der unser Verständnis von Sicherheit und Freiheit nachhaltig verändert hat”. Österreich bekennt sich laut Aussendung des Bundeskanzleramts zu einer Null-Toleranz-Politik gegenüber Terrorismus und Extremismus, “in jeder Form und unabhängig davon, aus welcher ideologischen oder religiösen Richtung er kommt”.
“Unsere freie Art zu leben und unsere liberale Demokratie ist bedroht. Terror will Misstrauen säen und uns spalten – dabei darf er nicht gewinnen”, schrieb Bundespräsident Alexander Van der Bellen in Online-Postings. Die offene Gesellschaft müsse dagegenhalten. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) gedachte den Opfern der Anschläge via X. “Auch als Mitglied des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen 2027/28 wird Österreich zu den gemeinsamen Anstrengungen gegen den Terrorismus beitragen.”
FPÖ-Chef Herbert Kickl erinnerte in einer Aussendung an die “schlimmste Terrorattacke der Neuzeit”. Aus den “sicherheitspolitischen Fehlentwicklungen der vergangenen Jahrzehnte” müssten Europa und Österreich “endlich die richtigen Schlüsse” ziehen, so Kickl. Österreich könne gerade bei der internationalen Zusammenarbeit gegen Terrorismus einen wichtigen Beitrag leisten, betonte Petra Bayr, außenpolitische Sprecherin der SPÖ, mit.
Rutte: NATO steht weiter an Seite der USA
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen veröffentlichte ein Statement zur Erinnerung. NATO-Generalsekretär Mark Rutte schrieb auf X, die Verbündeten der USA stünden weiterhin an ihrer Seite. Bei der Gedenkfeier anwesend war laut Kathpress auch der griechisch-orthodoxe Erzbischof von Amerika, Elpidophoros (Lambriniadis). Die kleine orthodoxe Kirche St. Nikolaus wurde beim Terroranschlag auf das World Trade Center beim Einsturz der Zwillingstürme unter den Beton- und Gesteinsmassen begraben. Direkt neben dem 9/11-Denkmal wurde die Kirche in mehrjähriger Bauzeit neu errichtet.




Aktuell sind 14 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen