STF: „Haben davor gewarnt“

„Tundo“-Mitarbeiter kündigen Streik an

Donnerstag, 08. Oktober 2020 | 15:54 Uhr

Bozen – Den Mitarbeitern von „Tundo“ reicht es offenbar. Sie kündigen für kommenden Dienstag einen Streik an, weil ihnen seit Juni kein Gehalt mehr ausbezahlt wird. Myriam Atz Tammerle, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, hat bereits vor Wochen auf dieses Problem hingewiesen.

„Neben den fehlenden Gehältern berichten die Mitarbeiter auch von beschädigten Fahrzeugen, abgenutzten Reifen, defekten Bremsen und Fahrzeugen, die alles andere als geeignet für unsere Orts- und Bergstraßen sind, besonders im Hinblick auf die schlechten Straßenverhältnisse im Herbst und Winter. Dadurch wird nicht nur ihre Sicherheit, sondern auch die der Fahrgäste und der Allgemeinheit gefährdet“, erklärt die Abgeordnete.

Das süditalienische Unternehmen „Tundo“, welches in Südtirol für den Behindertentransport zuständig ist, sorge immer wieder für negative Schlagzeilen. Das Unternehmen stehe außerdem kurz davor, auch den Schülertransport hierzulande zu übernehmen.

Atz Tammerle hat immer wieder betont, dass dafür gesorgt werden müsse, dass derart wichtige und große öffentliche Aufträge vermehrt an heimische Unternehmen vergeben werden. „Nicht nur, um die heimische Wirtschaft zu stärken, sondern auch, um die Qualität des Dienstes sicherstellen zu können.“ Die Abgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit haben daher unlängst dem Landtag einen Antrag vorgelegt, dass die Ausschreibungskriterien bei öffentlichen Aufträgen dahingehend angepasst werden, damit verstärkt heimische Unternehmen zum Zug kommen. Der Antrag wurde jedoch von der SVP abgelehnt.

Atz Tammerle fordert die politisch Verantwortlichen erneut auf, endlich zu handeln, „wenn es schon so weit gekommen ist, dass Mitarbeiter von Tundo einen Streik erwägen“. „Immerhin soll diese Firma künftig den Schülertransport in Südtirol durchführen“, erklärt Atz-Tammerle.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "„Tundo“-Mitarbeiter kündigen Streik an"


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patrick2
patrick2
Neuling
18 Tage 13 h

schuld an diesen missstand ist unter anderem die Gesetzeslage die keine Doppelsprachichkeitsprűfung fűr die Ausűbung dieses öffentlichen Dienstes vorsiet.
auserdem stelle ich die effizienz dieses Dienstes stark in frage, zumal ich mir nicht vorstellen kann das eine sűditalienische Firma in der Lage ist diesen Dienst auf unseren Strassenverhältnissen MIT UNSEREN KINDERN verantwortungsbewust zu unternehmen

Opa1950
Opa1950
Grünschnabel
18 Tage 12 h

HERR KOMPATSCHER hat vor den Wahlen immer wieder gepredigt, man müsse mehr Aufträge an Einheimische Firmen übergeben. Was passiert jetzt, mehr als 50% der offiziellen Arbeiten werden an Firmen übergeben die ihren Firmensitz nicht in der Provinz Bozen haben. Da muss wohl etwas dahinter sein. Aber man kann es nur vermuten.

M_Kofler
M_Kofler
Universalgelehrter
17 Tage 21 h

Bravo die Politikerin, ihre Lobbyarbeit ist allen Ehren wert. 
Der Fahrdienst Tammerle wird schon nicht konkurs gehen, keine Angst. 
Seit mehreren Monaten hört man von der Dame nur dieses Thema, zu Beginn des Jahres war zusätzlich noch im Fokus, dass private Fahrdienste über die Grenze nach IBK und München zu den Flughäfen dürfen und von den damaligen Grenzschließungen ausgenommen wurden? Was vergessen? 
Wow, eine wahre LH-Alternative diese Partei, wie ein User hier ja immer meint 🙂 

savada
savada
Grünschnabel
17 Tage 15 Min

Eigentlich sollte man aus Fehlern lernen… Leider ist dies nicht immer der Fall. Die Leidtragenden sind wieder einmal die Kinder und Familien. Liebe Politiker: sparen ist gut und recht, aber bitte nicht an falscher Stelle! Qualität und Zuverlässigkeit sollte unbedingt Priorität haben!

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