Von: mk
Rom – Durch die Kriege und humanitären Krisen ist die Klimakrise in den Hintergrund getreten. „Dabei verschärft die Klimakrise viele der aktuellen Herausforderungen – von steigenden Energiekosten über die zunehmende Fragilität von Unternehmen bis hin zur Ernährungssicherheit und der Stabilität ganzer Regionen. Im Kern hängt vieles von der Umweltfrage ab und vom bisherigen Mangel an politischen Maßnahmen, um ihr wirksam zu begegnen“, erklärte die Vorsitzende der Autonomiegruppe im Senat, Julia Unterberger, im Vorfeld des 5. Juni, dem Weltumwelttag.
Der diesjährige Welttag der Umwelt ruft die Regierungen dazu auf, die Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise zu beschleunigen. Die Daten sind laut Unterberger besorgniserregend: Das Jahr 2024 war das heißeste jemals gemessene Jahr und die symbolische Grenze von 1,5 Grad Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur wurde überschritten. Jedes Jahr gehen etwa zehn Millionen Hektar Wald verloren, eine Million Arten ist vom Aussterben bedroht und die Luftverschmutzung verursacht weltweit rund sieben Millionen vorzeitige Todesfälle.
„Leider gehört Italien zu den Ländern mit dem größten Rückstand. Das zeigt sich am Overshoot Day, der in diesem Jahr auf den 3. Mai fiel, drei Tage früher als 2025. Bereits nach 123 Tagen war das jährliche Budget an natürlichen Ressourcen verbraucht, das der Planet regenerieren kann. Würde die gesamte Weltbevölkerung so leben wie in Italien, wären rund 2,7 Erden erforderlich“, erklärt Unterberger.
Der Umweltschutz sei kein ideologischer Luxus, wie manche behaupten, sondern eine wirtschaftliche, soziale und sicherheitspolitische Priorität. Es gelte, vor allem in erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu investieren. Zu begrüßen sei dabei, dass die EU Investitionen in (ausschließlich) erneuerbare Energien vom Stabilitätspakt ausnimmt, so die SVP-Senatorin.
„Auch nachhaltige Lebensstile müssen gefördert werden. Die Ernährungsentscheidungen haben einen entscheidenden Einfluss auf die Umwelt. Die Massentierhaltung trägt erheblich zu den Treibhausgasemissionen und zur Belastung der Ökosysteme bei. Deshalb muss der übermäßige Fleischkonsum reduziert und umweltfreundlichere Alternativen gefördert werden. Wie in anderen Ländern sollte damit in den Schulmensen begonnen werden: eine Maßnahme, um Emissionen zu senken und bewusstere BürgerInnen zu erziehen“, erklärt Unterberger weiter.
Die Regierungen, angefangen bei der italienischen, müssten den Mut aufbringen, über kurzfristige Zustimmung hinauszublicken und die Verantwortung für langfristig notwendige Entscheidungen zu übernehmen. „Die Zeit der Diskussionen ist vorbei – jetzt ist Handeln gefragt, bevor die Schäden irreparabel werden“, betont Unterberger abschließend.




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