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Verdächtige Todesfälle von Frauen

Dienstag, 28. Juli 2026 | 01:48 Uhr

Von: mk

Bozen – Wir in Europa tun uns schwer mit dem muslimischen Frauenbild. Verschleierung bedeutet für uns oft Unterdrückung – und in der Tat: In vielen muslimischen Ländern haben Frauen weniger Rechte als Männer. Das ist zum Teil auch für Gesellschaften so, die als säkularer gelten.

In der Türkei sterben etwa immer wieder bei Stürzen aus Fenstern oder von Balkonen. Angehörige, Aktivistinnen und Anwälte zweifeln daran, dass es um Suizid geht. Ihr Verdacht: In Wahrheit handelt es sich um Frauenmorde – und die Behörden schauen weg.

Fast 600 getötete Frauen wurden allein im Jahr 2025 registriert, rund die Hälfte davon gilt als verdächtig. Nicht wenige Frauen hatten Probleme in ihrer Ehe oder wollten sich scheiden lassen.

Im Umkreis wird oft von widersprüchlichen Aussagen, ungeklärten Umständen und Ermittlungen berichtet, die früh eingestellt wurden. Entscheidende Fragen bleiben offen: Was geschah in den Wohnungen? Warum konnte nicht eindeutig geklärt werden, ob Fremdverschulden vorliegt?

Das System begünstige Balkontäter, erklärt ein Anwalt, der solche Zustände nicht hinnehmen will. Wer heute noch Ehefrauen mit Pistole oder Messer tötet, gehört in der Türkei zu den weniger Gebildeten und Armen der Gesellschaft. 

Stirbt ein Mann unter mysteriösen Umständen, wird offenbar weit energischer nachgeforscht. Wenn Frauen ein geringerer Wert als Männern zugeschrieben wird, sind solche Zustände die Folge davon. Schwimmen im Burkini ist dazu im Vergleich wohl harmlos.

Bezirk: Bozen

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