SVP-Abgeordnete fordert mehr

Weniger Steuern auf Menstruationsartikel: Ladurner begrüßt diesen Schritt, aber…

Mittwoch, 27. Oktober 2021 | 09:34 Uhr

Bozen – Die italienische Regierung will mit dem kommenden Haushaltsgesetz die Mehrwertsteuer auf Menstruationsartikel von 22 auf zehn Prozent senken. Die SVP-Landtagsabgeordnete Jasmin Ladurner begrüßt diese Maßnahme: „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch nicht genug.“ Ziel müsse sein, die Mehrwertsteuer auf vier Prozent zu senken, denn Frauen hätten diesbezüglich keine Wahl.

Auch der Südtiroler Landtag hatte in Zusammenarbeit mit einer engagierten Gruppe junger Frauen der JG in einem Begehrensantrag die italienische Regierung aufgefordert eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Tampons und Binden umzusetzen. „Italien hatte bisher mit 22 Prozent eine der höchsten Steuern auf diese Artikel in ganz Europa. Der Steuersatz ist mit 22 Prozent bisher gleich hoch wie die Steuer auf Treibstoffe, Wein oder Zigaretten und sogar um fünf Prozentpunkte höher als auf frischen Trüffel. Ich bin froh, dass nun der erste Schritt für eine Senkung gesetzt wird, endlich! Allerdings hatten wir im Begehrensantrag die Senkung auf vier Prozent, wie bei vielen anderen Artikeln für den Grundbedarf auch, gefordert“, sagt Ladurner.

Die EU hatte bereits im Jahr 2006 eine Reduktion der Steuer auf diese Hygieneartikel auf fünf Prozent angemahnt. „Mit dieser Maßnahme würde der Staat ein Stück mehr Gerechtigkeit für Millionen Frauen schaffen! Daher hoffe ich, dass dies nicht der letzte Schritt war und diese Hygieneartikel nicht mehr wie Luxusgüter besteuert werden, sondern eben wie Güter des täglichen Grundbedarfs.“

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "Weniger Steuern auf Menstruationsartikel: Ladurner begrüßt diesen Schritt, aber…"


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Paladin
Paladin
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Absolut richtig und korrekt, es war überfällig.
Wäre natürlich schön wenn dieses Beispiel Schule machen würde, für Steuern im Allgemeinen…

Kingu
Kingu
Tratscher
1 Monat 10 Tage

@Paladin Das Maximalprinzip wird bei so billiger Ware angewendet, entsprechend wird der Preis nachgezogen und auf dem aktuellen Niveau gehalten, entsprechend sind es weniger Einnahme für den Staat, mehr für die Hersteller und die jeweiligen Käuferinnen, werden davon nichts merken. Steuersätze anpassen auf Artikel, wo ein kleinstes Oligopol besteht, bringt de facto nichts.

einervonvielen
einervonvielen
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Frauen auf Tampons zu reduzieren finde ich schon echt traurig!

nuisnix
nuisnix
Kinig
1 Monat 10 Tage

Es stimmt, ein Schritt in die richtige Richtung.
Aber eben erst EIN Schritt.
Es gibt noch viele andere Dinge, welche Frau und Mann im täglichen Leben nicht nur aus Spaß benötigen und für welche der Steuersatz gesenkt werden müsste!

prontielefonti
prontielefonti
Superredner
1 Monat 1 Tag

Juhuuuuuuu, endlich tamponfreies Wochenende! 😂

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