Heimatpfleger fordern höhere Mautgebühren

Wird die Brennerroute bald teurer?

Samstag, 04. Juli 2026 | 10:53 Uhr

Von: luk

Bozen – Der Heimatpflegeverband Südtirol spricht sich für eine Maut-Erhöhung auf der Brenner-Route aus.

Der Brenner sei derzeit günstiger als andere Transitrouten über die Alpen. Daher sei er auch besonders stark belastet.

Das müsse anders werden. Der HPV denkt an eine Umweltmaut, an mehr Kontrollen der Lkw, höheren Dieselpreisen in Österreich sowie eine Vergünstigung der Tarife für den Güterverkehr auf der Schiene.

“Die wahren Kosten des transalpinen Verkehrs für die Allgemeinheit liegen weit höher als bisher angenommen”, heißt es in einer Stellungnahme.

Eine Studie des EUSALP gehe davon aus, dass der Straßenverkehr auf der Brennerroute jährlich externe Kosten von über zwei Milliarden Euro verursacht. “Wir fordern daher eine Umweltmaut in Höhe dieser realen Kosten sowie strengere Maßnahmen zugunsten der Schiene und gegen den Straßenverkehr”, so der Heimatpflegeverband Südtirol.

Laut der Analyse entfallen am Brenner 96 Prozent der externen Kosten auf die Straße und nur vier Prozent auf die Bahn.

Der Verband verlangt daher die volle Ausschöpfung der EU-Wegekostenrichtlinie, höhere Lkw-Kontrollen, niedrigere Trassengebühren für den Schienengüterverkehr und die rasche Einführung der Umweltmaut auf dem Autobahnabschnitt Brenner-Verona.

Was laut dem HPV die Umweltmaut kosten müsste

“Bei 6,50 Cent externen Kosten pro Tonnenkilometer müsste ein typischer 40-Tonnen-Lkw für die Strecke Kufstein–Ala (286 km) mit 743,60 Euro mehr belastet werden, ein Pkw mit einer Person mit 32,69 Euro. 2025 wurden am Brenner 2,42 Mio. Lkw und 10,94 Mio. Pkw gezählt – der Rechenwert zeigt, wie deutlich eine reale Umweltmaut ausfallen müsste, wenn die realen Kosten nach Verursacherprinzip eingepreist werden”, rechnet der Verband vor.

Bezirk: Wipptal

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