Grüne: „Ein erster Schritt auf einem langen Weg“

Zeitweilige Sperrung der Dolomiten-Pässe kommt 2017

Montag, 12. September 2016 | 10:50 Uhr

Bozen – Die Landesräte Mauro Gilmozzi, Florian Mussner und Richard Theiner haben am Samstag für 2017 eine Schließung des Sellajochs an zehn Tagen angekündigt. Die als „Green Days“ benannten Schließungstage seien als erster politischer Schritt gegen den „unerträglichen Verkehrsterror auf den Pässen“ zweifellos zu würdigen, finden die grünen Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Riccardo Dello Sbarba und Hans Heiss. Ihnen geht die Maßnahme allerdings zu wenig weit.

Die Entscheidung zeige in aller Klarheit, dass nach Jahren oft erregter und ergebnisloser Diskussion konkrete Schritte gegen das Ausmaß der Belastung unausweichlich seien, so die Grünen. Umweltorganisationen, verantwortliche Touristiker und Medien hätten längst darauf hingewiesen, seien aber allzu oft mit dem Vorwurf von Weltfremdheit und Fundamentalismus überschüttet worden. Dass nun maßgebliche Politiker von Trentino und Südtirol mit den schonungsvoll als „Green Days“ bezeichneten Schließungstagen die Dringlichkeit zielführenden Handelns anerkennen, sei ohne Zweifel ein Durchbruch.

„Diesem ersten Schritt, der vor allem der Sensibilisierung und Erprobung dient, müssen bis 2022 weitere Phasen einer planvollen Strategie folgen: Von der zeitweiligen Schließung hin zu durchgehenden Schonzeiten während der gesamten Saison und auf allen Pässen, flankiert durch öffentliche und E-Mobilität, eine breite Aufklärungsoffensive, mit ständiger Abstimmung aller Beteiligten. Nur so bleibt die Berechtigung des Ehrentitels „Welterbe Dolomiten“ glaubwürdig, vor allem aber wird die dringende Schonung von Natur und Anwohnern ermöglicht“, erklären die Grünen.

Innovativer Verkehr des 21. Jahrhunderts sei emissions- und geräuscharm, öffentlich und vor allem eines: weniger. Die Dolomitenpässe seien Testfall für eine umfassende Wende, die sich nicht nur mit „Green Days“ begnügt, sondern auf eine „Grüne Zukunft“ abziele, erklären die Grünen abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen, Salten/Schlern

Kommentare

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9 Kommentare auf "Zeitweilige Sperrung der Dolomiten-Pässe kommt 2017"


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Kompliziert...
Grünschnabel
12 Tage 19 h

No eppes: vielleicht wars gscheider, wenn di grianen und Verkehrstheoretiker TOTAL aufs Auto verzichten???

fanalone
Grünschnabel
12 Tage 20 h

Peinlicher, nichtssagender Anglizismus. Die Sache an sich ist zu begrüßen.

Kompliziert...
Grünschnabel
12 Tage 19 h

Ober nor verlong i va di grianen ah, dass sie umweltschonend zur Orbeit erscheinen und in der Freizeit bol se af di jecher auifohrn des mitn Radl tian!

elmar
Grünschnabel
12 Tage 19 h

es müsste eine Umlaufbahn oder ähnliches gebaut werden und die Preise müssten erschwinglich sein dan könnte das Grödnerjoch ganz für den Verkehr gesperrt werden

12 Tage 10 h

der “unferträgliche verkehrsterror” ist die frucht der quantitativen aufstockung in hotels! super dass wir im südtirol stark vom tourismus profitieren; wir müssen dann aber auch mit konsequenzen leben!!! zehn tage im jahr pässe sperren ist gleichviel wie nichts!!! bis 9,00h hoch dann sperren!!! wär doch was!!!

Dublin
Tratscher
12 Tage 18 h

Oan Mol a “green day”, und schun sein die Grianen zufrieden. Leichter wie so!

herbstscheich
Grünschnabel
12 Tage 17 h

wenn das so geht wie bei der “beschlossenen” und nie “umgesetzten” Maut auf das Stilfster Joch ???

00
Grünschnabel
11 Tage 20 h

A schwindlige Gschicht, nicht mehr

WM
Tratscher
11 Tage 16 h

Ganz sperren und untertunneln problem gelöst!! Nur mehr der zug von bozen nach cortina darf das grödnerjoch befahren des währe 👍🏻👍🏻

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