STF: „Freiheitskämpfer lebend nach Südtirol zurücklassen!“

Zwölfter Todestag von Heinrich Oberlechner

Samstag, 15. Dezember 2018 | 11:48 Uhr

Bozen – Am heutigen Samstag jährt sich zum 12. Mal der Todestag des Freiheitskämpfers Heinrich Oberlechner, der erst als Toter wieder nach Südtirol zurückkehren durfte. Angesichts des aktuellen Gnadengesuchs regt die Süd-Tiroler Freiheit einen Schulterschluss aller politischen Kräfte in Südtirol an, um von Italien ungesäumt die Begnadigung bzw. Amnestie aller im Exil lebenden Südtiroler Freiheitskämpfer einzufordern, damit diese noch lebend zurückkehren können. Die Süd-Tiroler Freiheit wird hierfür einen Antrag im Landtag einbringen.

Heinrich Oberlechner hat zusammen mit den Pusterer Buabm für die Rechte der Südtiroler gekämpft. Es sei längst unbestritten, dass der Einsatz der Freiheitskämpfer wesentlich dazu beigetragen habe, dass die Italienisierung Südtirols gebremst wurde und Italien autonomiepolitische Zugeständnisse abgerungen werden konnten, erklärt die Bewegung.

Tatsache sei auch, dass viele „Verbrechen“, derer die Freiheitskämpfer gezeiht wurden, gar nicht von diesen begangen worden seien. „Insbesondere der Tod des Carabinieris Vittorio Tiralongo ist durch die Zeugenaussage eines ehemaligen italienischen Polizeibeamten inzwischen nachweislich nicht den Pusterer Buabm anzulasten“, erklären die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz-Tammerle und Sven Knoll.

Es sei an der Zeit, einen Akt der Versöhnung sowie der Menschlichkeit zu setzen und den Südtiroler Freiheitskämpfern an ihrem Lebensabend die Rückkehr in die Heimat zu gewähren, betont die Bewegung.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "Zwölfter Todestag von Heinrich Oberlechner"


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Sag mal
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Kinig
1 Monat 4 Tage

ich würde Es Ihnen wünschen …aber..das ist für mich so unrealistisch wie wenn Italiener plötzlich sagen würden:Ab jetzt respektieren Wir die Südttiroler und Ihre deutsche Sprache.Das ist doch absurd .

m69
m69
Kinig
1 Monat 4 Tage

Sag mal @

Nicht absurd!

Es gab viel Leid auf beiden Seiten (sicher mehr auf der Südtiroler Seite), aber eine Entschuldigung könnte vielleicht auch die jetzige Regierung dazu bewegen, dass der Staatspräsident eine Begnadigung ausstellen könnte!

wellen
wellen
Superredner
1 Monat 4 Tage

Lange haben die im Exil sich geweigert ein Gnadengesuch zu stellen. Deswegen kann man nicht dem ital. Staat die Schuld geben. Die sind offensichtlich auch im Alter total verbohrt, von Reue keine Spur. Immerhin noch 1974 ! Anschläge, als das Autonomiestatut schon verabschiedet war. Historiker sagen, dass die Anschläge dem Autonomieprozess geschadet und nicht genützt haben. Deswegen die jetzt zu Märtyrern stilisieren, ist völlig fehl am Platz.

00
00
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Keine Begnadigung für Rentenvorschusskassierer und Geldpatrioten!!!

Martha
Martha
Tratscher
1 Monat 4 Tage

eher werden Mafiabosse begnadigt !!!!

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