Die drittletzte Etappe führt vom Rifugio Larici in Asiago nach Riva del Garda

AlpFrontTrail: Die Teilnehmer sind auch nach fünf Etappen in bester Verfassung 

Samstag, 10. Oktober 2020 | 18:42 Uhr

Larici – Auf den Tag genau 100 Jahre nach der Annexion Südtirols durch Italien wurde der AlpFrontTrail mit der fünften Etappe fortgesetzt. Für das internationale Team bestehend aus zehn Top-Trail-Läufern ging es am Samstag vom Vallespass bis zum Rifugio Larici in Asiago. Das Teilstück war 124,8 Kilometer lang und es galt 7437 Höhenmeter zu bewältigen.

Dieses Mal übernahmen beim AlpFrontTrail Marco De Gasperi (Bormio) und Jakob Hermann (Werfenweng) die Frühschicht und brachen am frühen Morgen vom Vallespass über San Martino di Castrozza zum Passo Cereda auf. Dabei legte das Duo 36,6 Kilometer und 1740 Höhenmeter zurück. Auf dem 1369 Meter hoch gelegenen Passübergang übernahmen Daniel Jung (Vinschgau) und Hannes Namberger (Ruhpolding) den Staffelstab und übergaben ihn 37,9 Kilometer und 2788 Höhenmeter später in Servo an Tom Wagner (Graz) und Martina Valmassoi (Pieve di Cadore). Für diese beiden Spitzenathleten ging es nun über Frassene bis zum Lago del Corlo (21,6 km/890 hm), wo Hannes Perkmann (Sarntal) und Laura Dahlmeier (Garmisch-Partenkirchen) übernahmen. Auf einer Strecke von 10,8 Kilometern mit 1000 Höhenmetern „kletterten“ sie hoch zum Rifugio Valmaron, wo Eva Sperger (München) und Ina Forchthammer (St. Johann) den 18 Kilometer langen Schlussteil der Etappe mit ebenfalls rund 1000 Höhenmetern über den Rifugio Campomulo bis zum Rifugio Larici in Asiago in Angriff nahmen.

„Für mich persönlich war das bis jetzt die Königsetappe. Es ging gleich einmal steil in die Höhe und dann ständig am Hang entlang, immer wieder rauf und runter. Und das alles in alpinem Gelände, also nix mit breiten, laufbaren Forstwegen. Die Bedingungen waren nicht ganz einfach, denn in der Früh war es noch ziemlich kalt und der Schnee gefroren. Aber es war absolut ein Highlight“, sagte Hannes Namberger, der sich auch nach fünf anstrengenden Tagen körperlich sehr gut fühle. „Ich bin es gewohnt über einen längeren Zeitraum täglich 2000 und mehr Höhenmeter zu laufen. Ich bin guter Dinge. Wichtig ist, viel essen, gut essen und etwas für die Körperpflege tun. Dann werden wir auch die letzten drei Tage durchhalten. Für unsere Verpflegung ist Jakob Hermann zuständig, der ein begnadeter Koch ist und dem es sichtlich Spaß macht, uns mit seinen Kreationen zu verwöhnen“, so der 31-Jährige, der hauptberuflich als Polizist arbeitet.

Die drittletzte Etappe führt vom Rifugio Larici in Asiago nach Riva del Garda

Der AlpFrontTrail, der aus einer Idee von Philipp Reiter (Bad Reichenhall) und Harald Wisthaler (Innichen) entstanden ist, wird am Sonntag bei wahrscheinlich widrigsten Wetterbedingungen mit Regen und Schneefall mit der sechsten von insgesamt acht geplanten Etappen fortgesetzt. Für die Trail-Läufer geht es vom Rifugio Larici über Lastebasse, die Forcella Valbona, Posina, Raossi, Chizzola und Loppio nach Riva. Die Etappe ist 134 Kilometer lang mit 6700 positiven Höhenmetern.

In den sozialen Medien kann der AlpFrontTrail auf den Kanälen von Suunto live mitverfolgt werden. Ziel des Grenzlaufs ist es, die Einheit und Freiheit Europas zu feiern und die historische Tragödie der Teilung und des unnachgiebigen Nationalismus zu beobachten. Mit dem Lauf auf dieser einstigen Trennungslinie wollen die Athleten an die Bedeutung der Einheit und des gemeinsamen kulturellen Erbes Europas erinnern.

Von: luk

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