Von: importer
Double-Sieger Austria Wien muss für den erstmaligen Einzug in die Ligaphase der Frauen-Fußball-Champions-League den SK Brann bezwingen. Die Wienerinnen treten im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde gegen den Meister aus Norwegen auswärts an. Vor einer schwierigeren Aufgabe steht Vizemeister SKN St. Pölten, der im Ligaweg gegen Juventus Turin die Chance zur Revanche erhält. Die Partien sind für 26. August und 2. September geplant, genaue Ansetzungen soll es am Mittwoch geben.
St. Pölten traf auch schon bei der vergangenen Champions-League-Teilnahme, der vierten in Folge, auf die “Alte Dame” aus Turin. Die Partie ist in keiner guten Erinnerung, standen die Niederösterreicherinnen doch am 9. Dezember 2025 beim 0:5 in der NV Arena auf verlorenem Posten. “Das Spiel war damals in der Ligaphase und daher ein ganz anderes Match. Jetzt treffen wir in der Quali aufeinander, da ist alles offen”, sagte St. Pöltens Trainer Laurent Fassotte.
Natürlich sei es aber auch in zwei Spielen schwieriger, gegen “einen der größten Clubs im Frauenfußball” zu überraschen als in einem. “Wir haben aber mental eine starke Truppe, was wir diese Saison schon gezeigt haben”, ergänzte der Belgier. In der Liga gelang ein 1:0-Starterfolg gegen Titelverteidiger Austria, in der 2. CL-Qualirunde wurden Young Boys Bern (4:3) und Sporting Lissabon (4:1 im Elfmeterschießen) besiegt.
ÖFB-Torfrau Rusek bei Juve im Kader
Juve setzte sich gegen Torreense (POR/2:1) und Hammarby (SWE/3:1) durch. Aushängeschild ist die im Sommer verpflichtete 29-jährige Stürmerin Alba Redondo. Sie soll nicht nur in der Champions League glänzen, sondern auch dafür sorgen, dass es in der italienischen Liga nicht wieder nur zu Platz drei reicht. Es lastet also großer Druck auf den Schultern der Italienerinnen. In deren Dress könnte mit der 21-jährigen Larissa Rusek auch eine ÖFB-Torfrau zum Zug kommen, die mit Danielle De Jong um die Nummer-eins-Position kämpft. “Sie sind Favorit, für uns sind es zwei Bonusspiele”, betonte Fassotte. Das erste findet zu Hause statt.
Im Europacup bleiben sie fix vertreten, zumal bei einem Ausscheiden der Umstieg in die 2. Quali-Runde des Women’s Europa Cup erfolgt. Das gilt auch für die Austria. Von der Papierform treten Kapitänin Carina Wenninger und Co. gegen den Club aus Bergen auch aufgrund des höheren Marktwertes als leichter Favorit an. Brann setzt größtenteils auf norwegische Kräfte, ist in der Liga nach elf Runden mit neun Siegen und zwei Remis Tabellenführer. In der 2. CL-Quali-Runde hatte es mit einem 5:0 gegen Mitrovica und 3:2 gegen PAOK Saloniki gleiche Ergebnisse gegeben, wie sie die Austria eingefahren hatte, allerdings in anderer Reihenfolge gegen Hajduk Split und Farul Constanta.
Sturm Graz trifft auf Gintra
Mit Sturm Graz erfuhr am Dienstag in Nyon auch ein dritter österreichischer Club den ersten Gegner, in der 1. Quali-Runde des Women’s Europa Cup wartet mit dem FC Gintra ein Club aus Litauen. Die Grazerinnen haben zuerst Heimrecht.




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