Bemühte Austria blieb gegen Braga torlos

Austria verpasst nach Heim-0:0 gegen Braga CoL-Ligaphase

Donnerstag, 27. August 2026 | 22:25 Uhr

Von: importer

Die Ligaphase der Fußball-Conference-League findet heuer ohne österreichische Clubbeteiligung statt. Nach Rapid verpasste auch die Wiener Austria den Aufstieg und somit das CoL-Startgeld von 3,17 Millionen Euro. Die Mannschaft von Coach Stephan Helm kam gegen Sporting Braga Donnerstagabend im Franz-Horr-Stadion vor 9.700 Zuschauern trotz guter Leistung nicht über ein 0:0 hinaus. Das war nach der 0:2-Niederlage im Play-off-Hinspiel zu wenig.

Das Kapitel Europacup ist damit für die Austrianer für heuer beendet. Der Fokus kann nun voll und ganz auf die heimischen Bewerbe gerichtet werden. In der Meisterschaft wartet am Sonntag (19.00 Uhr) auswärts bei Red Bull Salzburg die nächste anspruchsvolle Aufgabe.

Ausfälle und eine Vertragsverlängerung

Vor dem Spiel verkündete die Austria die Vertragsverlängerung von Daniel Nnodim bis 2030. Der 18-jährige Rechtsverteidiger schaffte über die violette Akademie und die Juniors den Sprung in die Kampfmannschaft. “Das sind die Geschichten, die wir hier erzählen wollen”, sagte Sportvorstand Tomas Zorn. Nnodim sah die Partie zunächst von der Bank aus.

Helm musste in der Innenverteidigung wie befürchtet auf Ibrahim Buhari (Mittelhandbruch) und Jonas Feddersen (Infekt) verzichten. Der Coach stellte sein Team im Vergleich zum Hinspiel an drei Positionen um: Lee Kang-hee, Florian Wustinger und Kelvin Boateng durften statt Buhari, Philipp Maybach und Vasilije Markovic beginnen.

Die Austria präsentierte sich angriffig, während Braga eher im Verwaltungsmodus operierte und vor allem am Halten des Hinspielpolsters interessiert war. Hinten sicher stehend agierten die “Veilchen” vorne zu ungenau. Ein Pass von Johannes Eggestein fand im Strafraum keinen Abnehmer (14.). Der Deutsche scheiterte kurz darauf an Gäste-Keeper Bernardo Fontes (20.), der aber zu kurz abwehrte. Hettwer konnte im Nachsetzen kein Kapital rausschlagen. Boateng zielte zwei Minuten später zu hoch. Danach verpuffte die Austria-Offensive. Gabriel Silva prüfte erstmals Samuel Sahin-Radlinger (40.), Johannes Handl klärte gegen Pau Victor in höchster Not (41.).

Zu wenig Durchschlagskraft

Für Hälfte zwei brachte Helm Sanel Saljic für Hettwer. Am Charakter des Spiels änderte sich wenig, die Gastgeber blieben bemüht, aber ohne die nötige Durchschlagskraft. Eine Ranftl-Hereingabe verpasste Eggestein knapp (52.). Danach wurden auch Nnodim und Markovic in die Partie geschickt (65.). Brenzlig wurde es aber auf der anderen Seite: Sahin-Radlinger bewahrte seine Elf mit einer Parade gegen den eingewechselten Diogo Travassos vor dem Rückstand (70.). Während sich der sonst blass gebliebene Altstar Joao Moutinho noch Gelb abholte (79.), lief die Zeit zugunsten der Gäste, die letztlich in 180 Minuten gegen die Austria hinten sauber blieben.

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen