Kommt ein neuer Lockdown?

Bergführer: Freier Zugang zu Natur und Berg muss erhalten bleiben

Donnerstag, 21. Januar 2021 | 11:48 Uhr

Bozen – Wie auch immer ein eventueller erneuter Lockdown ausfallen muss, erwartet sich die Landesberufskammer der Berg- und Skiführer, dass der freie Zugang zur Natur und in die Berge erhalten bleibt – auch über die Gemeindegrenzen hinaus. „Selbstverständlich muss sich dort dann jeder im Rahmen der Covid-Schutzmaßnahmen bewegen“, betont der Präsident der Bergführer, Kurt Walde.

„Unsere Natur und die Berge sind Teil unserer Identität und unzählige Südtirolerinnen und Südtiroler nutzen sie, um körperliche und geistige Kraft zu schöpfen“, so Walde. Dies gelte in Zeiten eingeschränkter Freiheiten umso mehr, nachdem gerade die körperliche Betätigung im Freien das Gefühl des Eingesperrt-Seins und damit auch den psychologischen Druck auf die Einzelnen zu vermindern helfe. Zudem sei eine einfache Logik zu bedenken: Je mehr man die Räume konzentriere, auf denen sich Menschen bewegen dürften, desto höher sei die Ansteckungsgefahr.

Auch deshalb müsse der freie Zugang zu Natur und Bergen auch im Zuge einer eventuellen Verschärfung der Lockdown-Maßnahmen erhalten bleiben, und zwar auch über die Grenzen der jeweiligen Gemeinde hinaus. „Jeder Einzelne ist dann natürlich gefordert, die Covid-Schutzmaßnahmen einzuhalten, Sicherheit walten zu lassen, die notwendigen Abstände einzuhalten und Ansammlungen zu vermeiden“, erklärt der Bergführer-Präsident, der in diesem Zusammenhang auch auf Aufklärung, Information und Sensibilisierung setzt: „Wer zu einer Tour startet oder einen Gipfel betritt und dort bereits andere Bergsteiger oder Tourengeher vorfindet, bleibt auf Abstand.“

Mit dem nötigen Verantwortungsgefühl sei die Wahrscheinlichkeit, sich in der freien Natur mit Covid zu infizieren, mehr als gering. „Deshalb melden wir uns weniger als Bergführer zu Wort, als vielmehr als Bürger, Bergsteiger, Naturliebhaber und Familienmenschen, wenn wir an die Landesregierung appellieren: Nehmen Sie uns bitte nicht unseren Sport oder die Chance auf körperliche Betätigung in der freien Natur!“, so Walde.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "Bergführer: Freier Zugang zu Natur und Berg muss erhalten bleiben"


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Yeti 79
Yeti 79
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Wir sehen alle wo uns unser Verantwortungsbewusstsein hingeführt hat.
Wenn zugesperrt wird dann mindestens auf Gemeindeebene sonst machtes sowieso keinen Sinn

halihalo
halihalo
Superredner
1 Monat 4 Tage

genau ! wenn man alleine oder mit Familienangehörigen in der Natur oder am Berg wandern geht kann man sich nicht anstecken…das sollte erlaubt bleiben , auch außerhalb der Gemeinde !!

pustramadl
pustramadl
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Wir haben alle im Frühjahr gespürt wie absurd die Regeln sein können, als wir uns nur 200m von zuhause entfernen durften. Deshalb schätze ich es sehr,dass wir uns bei dieser Infektionslage innerhalb von Südtirol frei bewegen dürfen. Ich hoffe,”es bleibt so. Es gibt nichts Besseres für unseren Körper und unsere Psyche, als uns in Natur zu bewegen.

genau
genau
Kinig
1 Monat 4 Tage

Das würde ich auch hoffen.
Und dann dieser Schwachsinn mit den Gemeindegrenzen!
Das kommt vom diesen blödsinnigen Kleinstgemeinden!😩😄

Buffalo
Buffalo
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Manche Politiker halten es wohl für gesünder in Ballungszentren auf und ab zu spazieren

brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Jeder hat so seine Wünsche….

doco
doco
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

und der freier Zugang zu den präparierte und leeren Skipisten sollte auch eingeführt werden anstatt die Benützer zu bestrafen schon traurig wenn man weiß wieviel die Skigebiete vom Land an Fördergeldern (Steuergeld) erhalten.

Storch24
Storch24
Kinig
1 Monat 4 Tage

……Jeder einzelne ist natürlich gefordert, die Covid-Schutzmaßnahmen einzuhalten, Sicherheit walten zu lassen. Mein lieber Mann , was glauben sie was die Leute bislang machten ? Wohl wissend dass wenn man nicht aufpasst es zu Lockdown kommt. Es ist den meisten SCHNURZEGAL ! Ansonsten hätten wir nicht diese Zahlen. Aber hinterher jammern

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