Novak Djokovic nach Sieg über Cameron Norrie im US-Open-Achtelfinale

Djokovic nach Behandlungspause im US-Open-Achtelfinale

Samstag, 30. August 2025 | 11:06 Uhr

Von: APA/dpa/Reuters/sda

Nach einer medizinischen Auszeit hat Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic am Freitag (Ortszeit) ein Achtelfinalduell mit dem Deutschen Jan-Lennard Struff bei den US Open perfekt gemacht. Der 38-jährige serbische Tennisstar hatte beim 6:4,6:7(4),6:2,6:3 in seinem Drittrundenmatch gegen den Briten Cameron Norrie offensichtlich Rückenprobleme. Ende des ersten Satzes verließ Djokovic zur Behandlung das Arthur Ashe Stadium.

“Die Rivalen schauen zu, da willst du nicht zu viel preisgeben”, sagte der 24-fache Grand-Slam-Turniersieger im Siegerinterview des Nightsession-Matches. Über seine Leistung sagte er: “Ich bin noch dabei, meinen Rhythmus zu finden.” Es sei aber vom Niveau das bisher beste Match im Turnierverlauf gewesen. Mit seinem 192. Hartplatz-Sieg bei einem Major überflügelte Djokovic Roger Federer, wie der Schweizer hat er nun die Marke von 68 Teilnahmen an Major-Achtelfinali erreicht. Und der “Djoker” ist der älteste US-Open-Achtelfinalist seit US-Star Jimmy Connors 1991.

US-Hoffnungen Tiafoe und Shelton schieden aus

Der 35-jährige Qualifikant Struff gewann unerwartet gegen den US-Amerikaner Frances Tiafoe 6:4,6:3,7:6 (7). Unter den letzten 16 bei einem Major war der ehemalige Top-30-Spieler auch schon bei den French Open 2019 und 2021 gestanden. In der zweiten US-Open-Runde hatte der auf Weltranglistenplatz 144 abgerutschte Struff den Dänen Holger Rune (Nr. 11) besiegt. “Ich weiß, ihr habt für Frances gejubelt, aber es war sehr fair”, meinte Struff in Richtung Publikum.

Einen weiteren Rückschlag in den US-Hoffnungen auf den ersten Titelgewinn im Männer-Einzel bei diesem Turnier seit dem Coup von Andy Roddick 2003 war das Out von Ben Shelton. Die Turnier-Nummer sechs fühlte nach einem Vorhandschlag in seiner linken Schulter starke Schmerzen und musste gegen den Franzosen Adrian Mannarino nach einem “medical time-out” vor Satz fünf aufgeben. An der Kippe stand auch Taylor Fritz (4), das US-Ass besiegte aber den groß aufspielenden Schweizer Markus-Hipfl-Schützling Jerome Kym letztlich doch 7:6(3),6:7(9),6:4,6:4.

Zuvor hatte Carlos Alcaraz souverän den Sprung ins Achtelfinale der Tennis-US-Open geschafft. Der Weltranglistenzweite setzte sich gegen den Italiener Luciano Darderi 6:2,6:4,6:0 durch. Doch nicht alles war positiv, zwischendurch hatte der Spanier wegen Problemen im rechten Knie ein “medical timeout” nehmen müssen. Nach dem Match gab er aber Entwarnung. “Es war nur eine Vorsichtsmaßnahme, den Physio kommen zu lassen. Ich fühle mich gut. Ich habe einfach großartiges Tennis gespielt. Es war eine tolle Leistung, darüber bin ich richtig stolz.”

Sabalenka nahm an Fernandez Revanche

Im Frauenbewerb nahm die topgesetzte Titelverteidigerin Aryna Sabalenka erfolgreich an der Kanadierin Leylah Fernandez für die Halbfinalniederlage 2021 Revanche, die Belarussin gewann 6:3,7:6(2). “Ich wollte diese Revanche, ich bin sehr glücklich über diesen Sieg”, sagte Sabalenka. Sie hat in dieser Saison von 21 gespielten Tiebreaks nur eines verloren, trifft im Achtelfinale nun auf die ungesetzte Spanierin Cristina Bucsa. Mit Viktoria Asarenka schied eine andere Belarussin aus, sie unterlag der US-Amerikanerin Jessica Pegula (4) 1:6,5:7.

Klar gewann die auf Position neun gereihte Kasachin Jelena Rybakina mit einem 6:1,6:2 gegen die britische 2021-US-Open-Siegerin Emma Raducanu. Als nächste Hürde wartet Marketa Vondrousova. Die tschechische Wimbledon-Siegerin von 2023 überraschte mit einem 7:6(4),6:1 gegen die Italienerin Jasmine Paolini und damit die Nummer sieben des Turniers. Auch die Nummer 5, Mirra Andrejewa, schied aus. Die 18-jährige Russin verlor gegen die US-Amerikanerin Taylor Townsend, der Nummer 1 der Doppel-Weltrangliste, nach 5:4-Führung 5:7,2:6.

Für eine Überraschung im Doppel sorgte Alexander Erler, mit Robert Galloway bezwang der Tiroler die topgesetzten Briten Julian Cash/Lloyd Glasspool 7:6(6),7:6(4). Nun wartne die Deutschen Jakob Schnaitter/Mark Wallner

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