Von: importer
Österreichs Volleyball-Nationalteam der Frauen hat auch sein viertes Match in der EM-Gruppe B in Brünn verloren, aber erstmals einen Satz für sich entschieden. Der mit 25:20 gegen Griechenland gewonnene Eröffnungssatz war der erste Satzgewinn von ÖVV-Frauen in einer Vorrunden-Gruppenphase in der EM-Geschichte. Denn 1958, 1963 und 1971 hatte es in Dreier-Pools jeweils zwei 0:3-Niederlagen gegeben. Mehr war gegen die Griechinnen beim 1:3 (20,-18-12,-14) aber nicht zu holen.
“Ich freue mich riesig über diesen Satzgewinn. Er bedeutet Geschichte”, sagte Zuspielerin Dana Schmit. “Die letzten Spiele waren richtige Kämpfe, in denen wir uns teilweise gut präsentiert haben. Wir können heute stolz auf uns sein. Im ersten Satz haben wir richtig gutes Volleyball gezeigt.” Ähnlich resümierte Kapitänin Nina Nesimovic im ORF: “Ich bin happy, dass wir einen Schritt weitergemacht haben. Den ersten Satz bei der EM geholt zu haben, ist etwas Positives.” Sie hoffe nun darauf, am Mittwoch (16.00 Uhr, live ORF Sport +) gegen Bulgarien zu gewinnen.
Die griechische Equipe war vor EM-Beginn nach Papierform am ehesten in Reichweite der Österreicherinnen gewähnt worden, gewann dann aber unerwartet zwei ihrer ersten beiden Matches. Schmit und Co. zeigten sich davon nach 0:3-Niederlagen gegen Serbien, Tschechien und die Ukraine aber zu Beginn unbeeindruckt. Vor allem durch eine Service-Serie von Kora Schaberl zogen sie gleich auf 4:0 davon, bauten den Vorsprung auch durch konzentriertes Abwehrverhalten noch aus und ließen die Gegnerinnen nicht mehr auf Tuchfühlung kommen.
Ab 2. Satz zu viele Eigenfehler, zu wenig Konstanz
Die Griechinnen reduzierten aber ab dem zweiten Durchgang ihre Quote an Eigenfehlern, während die der Truppe von ÖVV-Coach Roland Schwab stieg. Nach dem klaren Satzausgleich schien es ab dem dritten Satz endgültig in eine Richtung zu laufen, doch Nesimovic und Co. bäumten sich auf, hielten in der Anfangsphase des vierten Durchgangs mit. Zu wenig Konstanz im Spiel des Europaranglisten-24. gegen den -20. brachten freilich neun Griechenland-Punkte in Folge und damit die Entscheidung. Danach spielte der Favorit die Partie locker nach Hause.
“Am Ende war Griechenland für uns einfach zu konstant”, bilanzierte Schmit. Das Vorrunden-Out des Außenseiters ist damit endgültig fix, damit gibt es gegen die Bulgarinnen den EM-Abschied. Schmit: “Wir werden noch einmal alle Energie zusammenkratzen und gegen Bulgarien bis zum Umfallen kämpfen.”




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