Von: apa
Der Tiroler Stephan Embacher hat am Kulm seinen ersten Weltcupsieg knapp verpasst. Der 20-jährige Super-Team-Olympiasieger musste sich am Samstag beim Skifliegen nach Halbzeitführung Saisondominator und Weltmeister Domen Prevc aus Slowenien um 1,1 Punkte beugen. Auf den Plätzen drei bis fünf folgte 30 und mehr Zähler zurück ein ÖSV-Trio mit Jonas Schuster, Daniel Tschofenig und Maximilian Ortner. Der vor zwei Jahren am Kulm zu WM-Gold geflogene Stefan Kraft wurde 16.
Embacher lag vor 13.000 Fans nach dem ersten Durchgang noch 6,5 Punkte vor Prevc, im Finale überflügelte der Slowene den Tiroler aber noch und feierte seinen zwölften Saisonsieg. “Ich glaube, dass ich heute nicht viel mehr machen habe können. 1,1 Punkte, das ist gar nichts”, sagte Embacher. Der Tournee-Dritte wurde von einem Problem mit seinem Sprungschuh, der vor dem ersten Durchgang mit Superkleber notdürftig repariert werden musste, etwas aus der Bahn geworfen. “Ich bin gefühlt mit dem Puls gar nicht mehr runtergekommen, das hat mich schon ein bisschen mitgenommen, weil es doch nicht so ungefährlich war. Es ist Gott sei Dank alles gut gegangen, und ich habe coole Sprünge zeigen können.”
Gegen Prevc-Granate machtlos
Er habe sich trotz der Probleme mit der Ausrüstung sehr gut gehalten. “Es war ein bisschen eine Hektik drinnen, ich habe mich aber nicht drausbringen lassen”, so Embacher. Dass er wie schon am Bergisel eine Halbzeitführung hergegeben habe, sei hauptsächlich der Überform von Prevc geschuldet. “Ich kann nur den Hut vor ihm ziehen, er hat eine richtige Granate rausgelassen, weil meiner war auch nicht schlecht.” Sein überfälliger erster Sieg ist wohl nur eine Frage der Zeit, die erste Möglichkeit hat er im zweiten Einzelbewerb am Sonntag. “Das wird schon irgendwann kommen, gute Dinge müssen passieren”, sagte Embacher.
Sein zwei Jahre älterer Zimmerkollege Schuster landete gleich beim Flugdebüt völlig überraschend auf dem Stockerl. “Das freut mich extrem. Ich hätte mir das nie gedacht, dass ich beim ersten Mal so gut ins Fliegen komme. Ich habe einen super Wettkampf gemacht. Dass es mit dem ersten Podium funktioniert, ist ein Wahnsinn, ich freue mich extrem”, sagte der Bruder von Salzburg-Kicker Jannik Schuster.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen