Addo ist seinen Trainerjob los

Fußball: Ghana trennte sich von Trainer Addo

Dienstag, 31. März 2026 | 08:41 Uhr

Von: APA/dpa

Nach dem 1:5 am Freitag gegen Österreich in Wien sowie nur wenige Stunden nach dem 1:2 gegen die deutsche Nationalmannschaft in Stuttgart hat sich WM-Teilnehmer Ghana “mit sofortiger Wirkung” von seinem Trainer Otto Addo getrennt. Das teilte der ghanaische Fußball-Verband (GFA) in der Nacht auf Dienstag mit. Man danke Addo für seinen Beitrag und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft, hieß es. Ein Nachfolger werde zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Addo war seit zwei Jahren Cheftrainer der “Black Stars”. 2022 hatte er das Team schon einmal als Interimscoach betreut und war auch bei der WM in Katar zuständig, als Ghana in der Gruppenphase ausschied. Bei der in den USA, Kanada und Mexiko stattfindenden WM trifft Ghana in der Gruppenphase auf England, Kroatien und Panama.

Addo ist der Sohn ghanaischer Eltern und in Deutschland aufgewachsen. Der 50-Jährige spielte in der deutschen Bundesliga unter anderem für den Hamburger SV und Borussia Dortmund. Er lebt inzwischen in Düsseldorf.

Addo sprach nach dem Abpfiff noch über die WM

Nach der späten Niederlage hatte er am Montagabend eine Steigerung im Vergleich zum Debakel in Österreich festgestellt. “Wir haben ein anderes Gesicht gezeigt. Es war besser von der Einstellung, von der Mentalität. Die Jungs haben sich reingehauen. Die zweite Halbzeit fand ich richtig gut von uns gegen eine sehr, sehr starke deutsche Mannschaft”, erklärte Addo im ARD-Interview.

“Wenn man verliert, gibt’s immer Kritik, das ist klar. Das ist der Job des Trainers, das auszuhalten. Wir haben eine gute Führung, die in der Regel auch ruhig geblieben ist”, erklärte er mit Blick auf den Verband.

Angesichts einiger Verletzter müsse er vor der WM auch ein bisschen probieren. “Das klappt noch nicht ganz alles so, da muss man die eine oder andere Niederlage einstecken”, sagte Addo und sprach noch davon, dass bei der WM das Auftaktspiel gegen Panama am wichtigsten sei. Am 18. Juni in Toronto wird nun aber ein anderer Coach das Team betreuen.

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