Für Julia Grabher war in der ersten Wimbledon-Runde Endstation/Archiv

Grabher, Ofner, Novak unterlagen in 1. Wimbledon-Runde

Mittwoch, 05. Juli 2023 | 21:13 Uhr

Von: APA/Reuters

Julia Grabher, Sebastian Ofner und Dennis Novak sind in der ersten Runde des Tennis-Grand-Slams von Wimbledon am Mittwoch ausgeschieden. Die Vorarlbergerin unterlag in der Fortsetzung der am Montag bei Satzrückstand gegen die Amerikanerin Danielle Collins wegen Dunkelheit vertagten und am Dienstag regenbedingt nicht fortgesetzten Partie 4:6,4:6. Ofner war beim 4:6,4:6,4:6 gegen den Tschechen Jiri Lehecka ohne echte Chance, Novak unterlag Milos Raonic 7:6(5),4:6,6:7(5),1:6.

Für Grabher und Collins war es zunächst nach fünf Games wieder in die Kabinen gegangen, da hatte die Australian-Open-Finalistin 2022 schon einen Breakvorsprung. Die 29-Jährige nahm Österreichs Nummer eins gleich deren erstes Aufschlagspiel ab, bei 1:2 vergab Grabher ihrerseits zwei Chancen auf das Rebreak. Danach brachten beide ihre Aufschlagspiele durch. Die Gesamtspielzeit über drei Tage lag bei 1:23 Stunden. Grabher tritt bei diesem Event mit der Italienerin Sara Errani auch noch im Doppelturnier an.

“Ich bin nicht komplett unzufrieden, die Partie war komplett ausgeglichen”, sagte Grabher danach. Das Resultat sei auch der mangelnden Erfahrung geschuldet, gerade angesichts der Unterbrechungen. “Sie hatte nach den Pausen immer sehr gut gespielt, ich habe immer ein paar Ballwechsel gebraucht, bis ich wieder drinnen war. Die zwei Games, die Breaks, die ich nicht gemacht habe, das war heute der Unterschied.”

Ofner, der sich seine Hauptrundenteilnahme mit dem Challenger-Finale in Ilkley erspielt hatte, lieferte dem 21-jährigen Lehecka im ersten Satz bis zum 4:4 einen offenen Kampf. Nach einer Regenunterbrechung schaffte der Tscheche aber das Break zum 5:4 und servierte dann aus. Auch im zweiten Satz “nutzte” Lehecka bei 1:1 einen wetterbedingten kurzen Stop und schuf mit dem Break zum 3:2 die Grundlage für den Gewinn des zweiten Durchgangs. Im dritten Satz durchbrach er dann gleich zum Auftakt den Aufschlag von Österreichs Nummer eins und ließ sich nicht mehr von der Siegerstraße abbringen.

“Er hat mich überhaupt nicht ins Spiel gelassen, ich habe mit meinen Schlägen gekämpft. Dann ist gegen so einen Spieler nichts zu holen”, resümierte Ofner, der in den vergangenen Wochen mit starken Leistungen geglänzt und erstmals in seiner Karriere bis auf Platz 69 der Weltrangliste vorgestoßen war. “Ich kann nicht jede Woche mein bestes Tennis spielen. In den nächsten Wochen, Monaten wird es genauso schwierig, wenn ich bei den ATP-Turnieren spiele. Es ist eine kleine Enttäuschung, die aber sofort abgehakt wird.”

Novak sicherte sich den von zwei Regenunterbrechungen gestoppten ersten Satz mit 7:5 im Tiebreak. Raonic, ehemalige Nummer drei der Welt, in den vergangenen beiden Jahren mit verschiedenen Verletzungen aber weit zurückgefallen, eröffnete Satz zwei mit einem Break und brachte selbigen mit seinem Aufschlag ins Trockene. Höchst ausgeglichen ging der dritte Durchgang neuerlich ins Tiebreak, wo Novak das Mini-Break zum 4:3 aber nicht nützten konnte und noch 5:7 unterlag. Von da an konnte Novak den Aufschlagspezialisten nicht mehr fordern, spätestens Raonics Break zur 3:1-Führung brachte die Vorentscheidung. Bei seinem fünften Antreten im Hauptfeld von Wimbledon in Folge musste der 29-Jährige zum dritten Mal in der 1. Runde die Segel streichen. 2018 hatte Novak die 3., 2022 die 2. Runde erreicht.

“Ich bin schon enttäuscht. Es war ein gutes Match. Aber es ist sehr mühsam gegen einen zu spielen, der die Aufschläge dauernd so reinpresst”, gab Novak zu Protokoll. “Wenn der Ball im Spiel war, hatte ich das Gefühl, das ich der Bessere bin. Aber das ist halt seine Stärke. Gegen andere Gegner hätte es heute anders ausgeschaut.”