Rettenegger in Seefeld knapp geschlagen

Kombinierer Stefan Rettenegger knapp am Triple-Sieg vorbei

Sonntag, 01. Februar 2026 | 16:36 Uhr

Von: apa

Der Salzburger Stefan Rettenegger hat den Sieg beim Weltcup-Triple der Nordischen Kombinierer knapp verpasst. Der 23-Jährige musste am Sonntag im Langlauf über 12,5 km nach langer Soloführung erst auf den letzten Metern den Norweger Jens Luraas Oftebro vorbeiziehen lassen. Weltcupspitzenreiter Johannes Lamparter landete im letzten Rennen vor den Olympischen Spielen hinter dem deutschen Triple-Titelverteidiger Vinzenz Geiger und Einar Luraas Oftebro auf Rang fünf.

Der nach dem Springen klar führende Rettenegger verteidigte seine Spitzenposition in der Loipe vor einer fünfköpfigen Verfolgergruppe lange mit Erfolg. In der Schlussrunde machte sich Oftebro aber mit hohem Tempo alleine auf Jagd nach dem Salzburger, den er im letzten Anstieg ein- und überholte. Im Ziel lag der Norweger 3,7 Sekunden vorne.

“Das ist schon sehr enttäuschend und tut verdammt weh. Das Triple zu gewinnen, ist schon ein Lebenstraum von mir. Ich habe lange Zeit geglaubt, dass heute der Tag sein könnte, aber es hat leider nicht geklappt”, sagte Rettenegger, der nach seinem 14. Weltcup-Podestplatz weiterhin auf den ersten Sieg warten muss. Seine Zwischenführung nach 10 km könne er aber als positiven Aspekt zu den Winterspielen mitnehmen.

Kein guter Tag für Lamparter

Lamparter hatte in der vorletzten Runde den Anschluss an Oftebro und Geiger verloren. “Es war ein schwieriger Tag, einige Sachen haben nicht ganz zusammengepasst. Aber das sind alles Eigenfehler. Das ist natürlich bitter, aber es geht weiter”, sagte der Triple-Sieger von 2023, der letztlich über 40 Sekunden zurücklag. Viel Mitleid hatte Lamparter mit Rettenegger. “Jetzt macht er so einen guten Job, und dann geht es sich wieder nicht aus, schade. Ich fiebere sehr mit ihm mit, das ist total schade, er hätte es sich mehr als verdient. Vielleicht klappt es dann in zwei Wochen in Italien,” sagte der Ex-Weltmeister und fünffache Saisonsieger.

Drittbester Österreicher war Lukas Greiderer als Zehnter, der für Olympia nominierte Thomas Rettenegger wurde Zwölfter. Mario Seidl beendete seine erfolgreiche, aber auch von einer Sperre wegen Blutwerteabnormalitäten behaftete Karriere mit einem 43. Platz.

Auch Frauen-Triple an Norwegen

Das Triple der Frauen gewann überlegen die Norwegerin Ida Marie Hagen, die sich mit ihrem zehnten Saisonerfolg auch vorzeitig den Gesamtweltcup sicherte. Beste Österreicherin wurde an der neunten Stelle mit fast vier Minuten Rückstand die 17-jährige Katharina Gruber. “Es war ein brutal hartes Rennen, aber ich habe mich gut gefühlt. Ich bin zufrieden, ich habe mich jeden Tag ein bisschen steigern können”, sagte Gruber. ÖSV-Topathletin Lisa Hirner hatte wegen einer Erkrankung gefehlt.

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