McGrath triumphiert erneut in Wengen

McGrath wiederholt Slalom-Sieg in Wengen

Sonntag, 18. Januar 2026 | 14:52 Uhr

Von: apa

Der Norweger Atle Lie McGrath hat wie im Vorjahr den Weltcup-Slalom in Wengen gewonnen. Der Halbzeitführende hatte 2025 einen norwegischen Triple-Erfolg angeführt, am Sonntag setzte er sich vor dem gebürtigen Norweger Lucas Pinheiro Braathen (BRA) und seinem Teamkollegen Henrik Kristoffersen deutlich durch. Die österreichische Slalom-Mannschaft blieb auch im siebenten Saisonrennen ohne Podestplatz. Bester ÖSV-Läufer war Michael Matt als Siebenter.

Der Südtiroler Alex Vinatzer wurde 13. und war damit der beste Läufer des italienischen Teams.

Manuel Feller fiel von Platz sieben auf elf zurück. Hinter Adrian Pertl (14.) holte Joshua Sturm als 16. sein bestes Slalom-Ergebnis. Fabio Gstrein (20.) wartet vor den Heim-Klassikern Kitzbühel und Schladming weiter auf sein erstes einstelliges Resultat im Olympiawinter. “Der sechste Platz wäre drin gewesen. Ansonsten war der Rückstand nach dem ersten Lauf einfach zu groß”, sagte Matt, der Elfte des ersten Durchgangs im ORF. “Das war eine gute Leistung für das, dass ich zweimal mittendrin gestartet bin.”

Norweger-Fraktion sorgt für die Show

McGrath wiederholte seinen Coup und hat nun fünf Weltcuprennen gewonnen. “Wengen ist nicht nur für mich, sondern für alle speziell. Im Zug hochzufahren und dann diese unglaubliche Strecke”, sagte McGrath, nachdem er eine Art “Kindheitstraum” erneut wahr gemacht hatte. Braathen schien nach einem Zauberlauf zwischenzeitlich zu seinem zweiten Sieg als Brasilianer zu tänzeln, musste sich seinem früheren Teamkollegen aber doch um knapp eine halbe Sekunde beugen. “Mein Job ist es, diesen herzlichen Menschen hier eine Show zu bieten, sodass sie tanzen können. Das ist meine Aufgabe”, stellte der Entertainer nach getaner Arbeit zufrieden im ORF fest.

Kristoffersen schaffte es nach einer suboptimalen Vorbereitung zum 100. Mal auf ein Weltcup-Podest. “Es bedeutet sehr viel, aber ich bin noch nicht fertig als Skifahrer”, sagte Kristoffersen. Er lag vor dem Samstag fünf Tage krank im Bett, für einen “Zweiminuten-Arbeitstag” reiche es, meinte er. In der ewigen Podestwertung hat der 31-Jährige nur noch Ingemar Stenmark (155) und Marcel Hirscher (138) vor sich. “Ich habe gesagt, dass ich bis Olympia 2030 fahre. Alles ist möglich.”

Fellers Attacke missglückte

Die Piste hatte während deutlicher Plusgrade bereits nach wenigen Startern im ersten, vom Österreicher Martin Kroisleitner gesetzten Durchgang nachgelassen. Nicht zuletzt Feller befürchtete, von den im zweiten Lauf Begünstigten noch “überholt und durchgereicht” zu werden. Er suchte im Finale das Risiko, rutschte aber am wegfallenden Hang am Skischuh aus und konnte einen Ausfall nur mit einer artistischen Einlage vermeiden. Eine Topplatzierung war damit aber außer Reichweite. Kommentarlos verabschiedete sich der Sieger von 2024 aus Wengen.

Joshua Sturm nutzte die Nummer 3 im Finale zu einer kontrollierten Fahrt und einem Vorstoß um zwölf Plätze. “Für ganz vorne mache ich hie und da zu viele Fehler. Aber grundsätzlich passt es ganz gut.” Johannes Strolz wurde mit der ebenfalls günstigen 6 nach einem Steher durchgereicht (28.). Matt, Pertl und Gstrein lagen zur Halbzeit zwischen 11 und 14. Am besten schnitt Matt ab, der eine steigende Formkurve beweist, gleichzeitig aber an sein Startnummernproblem erinnerte: “Es ist ein Kampf, dass ich wieder weiter nach vor komme.” Ob ein 7. Platz bereits seinen Fahrschein zu Olympia bedeutete, müssen dem Tiroler zufolge andere entscheiden. “Ich glaube aber, man sieht, dass es sehr stabil ausschaut und ich heuer schon gute Rennen, Läufe und Teilabschnitte gehabt habe.”

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