Doch es gibt Zweifler - Ergebnis der Spontanbefragung

Mehrheit glaubt an “Sinner-Effekt” für Südtirol

Mittwoch, 10. April 2024 | 07:00 Uhr

Von: luk

Sexten – Der 22-jährige Jannik Sinner aus Sexten hat sich nicht nur als erfolgreicher Tennisspieler etabliert, sondern wird auch für seine beneidenswerte Haltung und seine vorbildlichen Manieren geschätzt. Seine zurückhaltende und bodenständige Art, gepaart mit seinem Erfolg auf der internationalen Bühne, haben ihn zu einem regelrechten Aushängeschild für Südtirol gemacht.

Eine kürzlich durchgeführte Spontanbefragung auf Südtirol News hat ergeben, dass die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer der Ansicht ist, dass Jannik Sinners Art positiv auf das Image Südtirols abfärbt. Von den über 6.000 Befragten stimmten beeindruckende 84 Prozent dieser Aussage zu. Lediglich 16 Prozent glaubten nicht daran, dass die Erfolge des jungen Tennisspielers auf den internationalen Tennisplätzen direkte Auswirkungen auf das Ansehen seiner Heimatregion haben.

Zu Letzteren gehört User “@”. Er schreibt im Kommentarbereich: “Auch wenn Sinner überall wegen seines freundlichen Auftretens und seiner guten Manieren geschätzt wird, glaube ich nicht, dass das auf Südtirol abfärbt. Für die Weltöffentlichkeit ist er Italiener mit Wohnsitz in Monaco. Dass seine Muttersprache deutsch ist, fällt eh nicht auf, weil er die Interviews zumeist in Englisch gibt. Nur weil Sinner eine sympathische Person ist, brauchen wir uns nicht einzubilden, dass alle Welt glaubt, so sind alle Südtiroler, zumal die meisten nie etwas von Südtirol gehört haben.”

Auch @Shout_It_Out_Loud schreibt: “Nein, Jannik färbt nicht positiv ab! Er ist einer der überschaubaren Ausnahme-Südtiroler, die einen tollen Grundcharakter und eine gute Kinderstube ihr eigen nennen! Ich finde, dass jetzt viele Südtiroler auch auf der Welle seines Erfolgs mitreiten wollen und sich als etwas Besseres in der Welt sehen. Das hat mit Mitfreuen nix zu tun! Wer aber etwas in der Welt rumgekommen ist, empfindet den Großteil der Südtiroler leider als viel zu konservativ mit suboptimalem Bildungslevel, verbissen, verkorkst, voreingenommen, neidisch, selbstverliebt, arrogant, heuchlerisch, kaltherzig und und und. Jannik wird daran leider auch nichts ändern!”

@xXx sieht es von einem wirtschaftlichen Standpunkt: “Nicht nur seine Art. Südtirol wird international immer wieder vor Millionenpublikum erwähnt. Bilder von seiner Heimat werden gezeigt, im TV, im Netz. Die Bilder des jungen Skifahrer Sinner kennt mitlerweile jeder Tennisfan auf der Welt. Der Marktwert, den Sinner für Südtirol hat, ist gewaltig.”

Bezirk: Pustertal

Kommentare

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4 Kommentare auf "Mehrheit glaubt an “Sinner-Effekt” für Südtirol"


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horst777
horst777
Tratscher
1 Monat 17 Tage

Mir ist er sympathisch mir ist es aber vollkommen egal woher er kommt. Leider würde sich hier kein Mensch für ihn interessieren wenn er NICHT Südtiroler wäre. Damit geht es nicht um die Person selbst sondern um das eigene Ego das damit bestärkt wird auch Südtiroler zu sein welche im top sport mitmischt. Was für ein ewig dummer Nationalitätenstolz.

letzwetto
letzwetto
Superredner
1 Monat 17 Tage

Hoffens wir dass nicht noch mehr touristen kommen

krokodilstraene
1 Monat 17 Tage

Der Südtiroler sieht sich sowieso immer im Nabel der Welt, ob es jetzt einen Sinner gibt oder nicht, tut da nichts zur Sache…
Die Bestigsten, egal wos kimp… so denkt der durchschnittliche Südtiroler!
Und eps mitnemen, wenn irgndwo eps umrligg – opportunistisch hoch zwei…

Shout_It_Out_Loud
Shout_It_Out_Loud
Grünschnabel
1 Monat 17 Tage

Die Mehrheit kann auch nicht Äpfel von Birnen unterscheiden und sonnt sich gern im Erfolg anderer! Wenn Jannik kein (geborener) Südtiroler wäre, würde sich nahezu niemand von uns für dieses talentierte, bodenständige und symphatische Talent interessieren. Der Zweck heiligt für den Großteil die Mittel, um sich hinter den Bergen als etwas Besseres zu fühlen!

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