Luka Mladenovic darf mit seiner Vorlaufleistung zufrieden sein

Mladenovic bei EM als Siebenter ins 200-m-Brust-Semifinale

Mittwoch, 12. August 2026 | 13:02 Uhr

Von: importer

Der dritte Tag der Pariser Langbahn-Schwimm-EM hat für Österreichs Team die ersten Aufstiege gebracht. Luka Mladenovic in 2:10,53 Min. als Vorlaufsiebenter über 200 m Brust und Iris Julia Berger in 1:59,19 als 16. über 200 m Kraul kamen ins Semifinale. Lukas Edl verpasste über 100 m Delfin in persönlicher Bestzeit von 52,20 Sek. das Weiterkommen um 13 Hundertstel. Simon Bucher, auf dieser Strecke 2024 Vize-Weltmeister, war 17 Hundertstel langsamer als sein Landsmann.

Mladenovic rehabilitierte sich von der Enttäuschung des Vorlauf-Outs über 100 m Brust. “Es war ein souveränes Rennen, ich bin sehr zufrieden.” Da der 22-Jährige nicht volles Tempo gegangen ist, sollte noch mehr gehen. “Ich werde vorne mitbeißen, ich will meine Bestzeit deutlich unterbieten”, kündigte Mladenovic einen Angriff auf seine 2:10,08 von der U23-EM 2025 an. Der OSV-Rekord von Christopher Rothbauer liegt noch zwei Zehntel darunter. Noah Zemansky in 2:17,16 und Laurin Korber-Perner mit persönlicher Bestzeit von 2:18,43 wurden im 45er-Feld 38. bzw. 39.

Mladenovic schwimmt um 19.04 Uhr ums für Donnerstag angesetzte Finale, Berger um 18.30 Uhr. Die 21-Jährige profitierte im Gegensatz zum Landsmann nicht vom Rausfall einer Konkurrentin durch die Nationenbereinigung (Aufstieg von maximal zwei Aktiven je Land, Anm.), kam dennoch weiter. Zufrieden war Berger freilich nicht, besonders mit ihrer Zeit. “Es nervt mich – im Training schwimme ich so schnell und dann diese Zeiten.” Marlene Kahler wurde in 2:01,28 Min. 31., sie wird am Sonntag nicht über 400 m Kraul antreten. Nida Omid belegte in 2:03,77 Rang 41.

Bucher: “Sehr enttäuschend”

Bucher brachte sein übliches Leistungsvermögen wie schon über 50 m Delfin nicht ins Wasser. “Das ist sehr enttäuschend”, meint der Tiroler über seine 52,37 Sek. “Ich habe schon öfter gehabt, dass der 50er gar nicht gegangen ist und der 100 dafür. Aber dass der 100er auch so schlecht ist, das tut eigentlich ein bisschen weh.” Er könne sich freilich nichts vorwerfen, habe alles gegeben. Ein Faktor könnte seiner Meinung nach das Mehr an Muskulatur sein. “Ich bin ein bisserl mehr vom Gewicht her, da wird sich wahrscheinlich auch die Wasserlage ein bisschen verändern.”

Edl hingegen – vier Ränge vor Bucher 22. – war auch in seinem dritten Bewerb im Olympic Aquatic Centre bester Österreicher, drängt sich immer mehr für die Lagenstaffel auf. Empfehlen kann er sich zudem auch noch über 100 m Rücken. Im Rennen über die mittellange Delfinstrecke sei er schwimmerisch gut gewesen. “Aber der Start war nicht perfekt, die Wende war schlecht, beim Abstoß habe ich etwas verschenkt und auch beim Anschlag zwei, drei Zehntel.” Für Martin Espernberger waren seine 53,32 (40.) “schon enttäuschend”, aber ohne Rückschlüsse auf 200 m Delfin.

Aviva Hollinsky kam über 400 m Lagen in 4:52,64 Min. unter 14 Sportlerinnen auf Rang 13. Jakub Maly, interimistischer OSV-Sportdirektor, nominierte indes Edl und Heiko Gigler für die Staffel über 4 x 100 m Kraul am Donnerstag als Start- bzw. Schlussschwimmer. Zudem kommen Viktor Kopf und Christian Giefing zum Einsatz.

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